obstdoc — Großer Borsdorfer

Großer Borsdorfer

Apfel · Malus domestica

Der Große Borsdorfer ist ein Apfel aus dem Raum Marsberg im Hochsauerlandkreis, der seit 1810 bekannt ist. Die Sorte wird Mitte Oktober geerntet und ist nach der Lagerung von Anfang November bis Ende Januar genussreif. Sie gilt als robuste Wirtschaftssorte für den extensiven Streuobstanbau. Der Baum wächst stark, ist sehr langlebig und erreicht ein hohes Alter; auch dann ist er noch regenerationsfähig. Als diploide Sorte dient er anderen Sorten als guter Befruchter.

Herkunft
Udorf (bei Marsberg, Hochsauerlandkreis)
Seit
1810
Wüchsigkeit
stark
Ernte
Mitte Oktober (10C-10C)
Blüte
mittelspät
Genussreife
Anfang November – Ende Januar (11A-01E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Wirtschaftsobst

Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum des Großen Borsdorfer ist von starkem Wuchs, sehr langlebig und auch in hohem Alter noch regenerationsfähig. Er bildet große, teils dicht verzweigte Kronen mit gesunder Belaubung. Die Sorte ist robust gegenüber den wichtigsten Obstkrankheiten Schorf, Krebs und Mehltau und daher wahrscheinlich breit anbaufähig bezüglich des Standorts. Die diploide Sorte ist ein guter Befruchter für andere Sorten. Laubaustrieb und Blüte im Frühjahr zeitigen mittelspät.

Die mittelgroßen Früchte sind in erster Linie als Wirtschaftsapfel verwendbar – für die häusliche Verarbeitung zu Kuchen, Mus oder Kompott. Die Pflückreife liegt etwa Mitte Oktober. In einem guten Naturlager sind die Früchte von November bis etwa Januar genussreif. Alles in allem ist der Große Borsdorfer eine sehr robuste Wirtschaftssorte für den extensiven Streuobstanbau, deren vitale Bäume ein hohes Alter erreichen können.

Die Frucht ist mittelgroß, breitrund, mittelbauchig, stiel- und kelchseitig abgeflacht, im Querschnitt rund und wie gedrechselt. Die Schale ist glatt, mattglänzend bis glänzend, mitteldick. Die Grundfarbe ist weißlich grün, reif weißlich gelb; die Deckfarbe – sofern vorhanden – sonnenseitig orange-rötlich bis purpurrötlich gehaucht, oft auch ganz fehlend. Die Stielgrube ist mitteltief, meist vollständig berostet, der Stiel kurz und mitteldick. Die historische Identität ist unsicher: Der Name erscheint 1804 bei Heineken (als Synonym des Böhmischen Borsdorfers) sowie 1810 im Katalog der Cansteiner Schlossbaumschule. Die in Udorf (bei Marsberg, Hochsauerlandkreis) auf über hundertjährigen Bäumen entdeckte und hier beschriebene Sorte entspricht nach ihrem Erscheinungsbild dem, was man von einem „Großen Borsdorfer“ erwarten würde, ohne dass die Identität gesichert wäre. Bislang wurde sie nur regional im einstigen Vertriebsgebiet der Cansteiner Baumschule gefunden (nach H.-J. Bannier, obstsortenerhalt.de).

Quellen: "Großer Borsdorfer aus Udorf" (AN) · Apfelbaum Großer Borsdorfer

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

BaumBongertPositionPflanzjahr
5xptzSortenerhaltungskultur Bergheimer DreieckB11
588Streuobstplantage RommelshardH132025