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    "zukunftssorte"
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    "Grüne Flaschenbirne",
    "Nouveau Poiteau"
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  "notiz": "#gesund. Wird von Jan Bade zum weiteren Anbau empfohlen. Herbstbirne. #zukunftssorte evtl #Alleebaum",
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    "beschreibung": "Der Baum wächst stark bis sehr stark und bildet eine hochpyramidal aufgerichtete Krone mit steilen, gut verzweigten Leitästen; sein derbes, gesundes Blatt macht ihn leicht kenntlich. Er gedeiht gleich gut auf Quitte wie auf Sämlings- bzw. Wildlingsunterlage und eignet sich für Hoch-, Halb- und Viertelstamm ebenso wie für Spalierformen und den Garten; wegen der senkrecht wachsenden Krone kann er bedenkenlos an Straßen gepflanzt werden, und auch Pyramiden lassen sich ohne viel Mühe ziehen. Nach dem Kronenaufbau ist nur wenig Schnitt nötig, bei Formbäumen schneidet man das Fruchtholz kurz; beim sehr hohen Fruchtansatz kann ein Ausdünnen ratsam sein. Die Ansprüche an den Boden sind sehr bescheiden, für gute Erträge werden aber genügend feuchte, nährstoffreiche und warme Böden empfohlen. Die Sorte ist breit anbaufähig – von tiefen Lagen bis in die Grenzlagen des Birnenanbaus, wo noch gute Fruchtqualität erreicht wird – und wird ausdrücklich für Höhenlagen (bis etwa 500 m, im Bergischen Land ab 350 m) empfohlen; besondere Wärmeansprüche stellt sie nicht. Die Früchte hängen fest am Baum und sind windfest, weshalb windige Lagen geeignet sind. Die Blüte erscheint je nach Angabe mittelfrüh bis mittelspät, hält lange an und gilt als wenig empfindlich gegen Frost und nasskalte Witterung; der Baum ist ein guter Pollenspender (diploid), als Befruchter werden u. a. Boscs Flaschenbirne, Clapps Liebling, Gellerts Butterbirne, Gute Luise, Le Lectier und Williams genannt. Er trägt früh einsetzend, regelmäßig und reich (wenig Alternanz) und gilt als Massenträger. Bei der Krankheitsanfälligkeit widersprechen sich alt und neu: Historische Beschreibungen heben hervor, dass der Baum von der Schorfkrankheit nicht befallen werde, während aktuelle Beobachtungen an luftfeuchten Standorten eine starke Neigung zu Schorfbefall und zudem Sonnenbrand an den Blättern festhalten. Für Streuobst, Haus- und Siedlergarten empfohlen, steht die Sorte auf der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten. (Nach Bergischem Streuobstwiesenverein, Arche Noah, Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt, 1000 Obstbäume sowie den historischen Beschreibungen von ca. 1930 und 1935–1956.)\n\nDer Geschmack variiert je nach Standort und Jahreswitterung: Die Früchte sind saftig bis sehr saftig und schmecken zartsäuerlich, süß und schwach aromatisch bis muskiert, an ungünstigen Stellen aber auch fad, leer und wässrig – geschmacklich steht die Sorte insgesamt an der Grenze zur Wirtschaftsbirne. Sie dient als Tafel- und Wirtschaftsbirne: zum Frischverzehr, als Kompott- und Einmachfrucht, als gute Dörrbirne und hartreif zur Saftgewinnung (nach ProSpecieRara auch als Allzweckfrucht zum Backen und Garen). Gepflückt wird möglichst spät, etwa Mitte Oktober, da die späte Ernte der Fruchtqualität zugutekommt; die Baumreife setzt Ende September ein. Die Genuss- bzw. Verbrauchsreife reicht von Oktober bis in den November, wobei die Frucht ihre grüne Färbung dabei kaum ändert – Überreife und Teigigwerden werden leicht übersehen, so dass das Lagergut kontrolliert werden muss. Im Naturlager hält sie rund sechs Wochen, Früchte aus Höhenlagen bis zu zwei Monaten; im kühlen Obstkeller wird Mitte November genannt, Freilagerung bis zum Frost hemmt das Nachreifen.\n\nDie Frucht ist groß bis sehr groß (etwa 80–105 mm hoch, 60–70 mm breit), birnenförmig und dabei sehr veränderlich und unregelmäßig: Oft ist sie beulig, die Hälften sind ungleich lang, so dass sie schief wirkt und selten auf dem Kelchbereich steht; eine fleischliche Verdickung drückt den offenen, kurzblättrigen, hartschaligen Kelch zusammen. Der dicke, holzig bis fleischige Stiel von 20–30 mm Länge sitzt ohne merkliche Grube obenauf und ist oft durch einen Fleischwulst zur Seite gedrückt. Die Schale bleibt trüb grasgrün bis grünlichgelb und färbt sich bei Reife kaum; eine Deckfarbe fehlt meist, vereinzelt zeigt die Sonnenseite eine trübe Röte. Zahlreiche grau-braunrostfarbene Punkte gehen in Rostfiguren, Roststriche und teils größere Roststellen über. Das gelblichweiße, unter der Schale grünliche Fleisch ist fein, saftig und schmelzend, von weinsäuerlichem, schwach gewürztem Geschmack; das kleine Kernhaus enthält meist taube, schwarzbraune Kerne. Als Verwechsler gelten die Köstliche von Charneux und von der Farbgebung her die Amanlis Butterbirne. Die Sorte stammt aus Belgien: Nach der verbreitesten Lesart gewann van Mons sie um 1827 durch Kernaussaat, der erste fruchtende Baum trug 1843 und die Birne wurde anschließend von Simon Bouvier in Jodoigne in den Handel gebracht; 1844 erschien die erste Beschreibung. Der Beiname „nouveau“ unterscheidet sie von bereits existierenden Birnen dieses Namens, benannt ist sie zu Ehren des Pariser Gartenbaudirektors Poiteau. Sie zählte zu den am meisten verbreiteten Tafelbirnensorten Deutschlands, hieß in Bayern zeitweilig „Grüne Flaschenbirne“ und ist in der Schweiz selten; die Erhalterdatenbank führt sie als Standardsorte. Historisch beschrieben u. a. bei Bivort (Album de Pomologie, 1850) und im Illustrirten Handbuch der Obstkunde (Band 5, Nr. 303).",
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        "title": "Neue Poiteau – Nach der Arbeit, Tafel 127 (1935–1956, Scan-Text)",
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        "title": "Neue Poiteau (wurzelnackt) – Arboterra GmbH i. L.",
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  "herotext": "Die Birne Neue Poiteau gilt als Sorte mit Zukunft: Sie kommt mit den Bedingungen des Klimawandels zurecht und zeigt sich insgesamt gesund. Damit steht sie für Pflanzungen zur Wahl, bei denen wärmere und trockenere Jahre einkalkuliert werden und der Baum ohne aufwendige Pflege auskommen soll.",
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