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Flandrischer Rambour

Apfel · Malus domestica

Der Flandrischer Rambour ist ein alter Apfel aus Belgien, der seit 1833 bekannt ist und vor allem durch seine ungewöhnlich großen Früchte auffällt, die bis über 10 cm breit werden können. Der Baum bildet eine breitkugelige Krone mit breit ausladenden Leitästen und kann bei ausreichend Platz einen Kronendurchmesser von 10 bis 12 Metern erreichen. Geerntet wird von Ende September bis Anfang Oktober; nach kurzer Lagerung sind die Früchte von Anfang Oktober bis Ende Dezember genussreif. Gegen die Sorte spricht, dass der Baum erst spät in den Ertrag kommt, keine Staunässe verträgt und wegen einer gewissen Windanfälligkeit der Früchte windausgesetzte Lagen gemieden werden sollten.

Herkunft
Belgien
Seit
1833
Wüchsigkeit
sehr stark
Wuchsform
breitkugelig
Gefährdung
stark gefährdet
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Dezember (10A-12E)
Wikidata
Q140700890
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Wirtschaftsobst

Synonyme: Apfel von 18 Zoll, Flandrischer Rambur, Großer flandrischer Rambour, Koolappel, Pfundsapfel, Pomme de Dix-Huit Onces, Pomme de dix huit pouces, Zwanzig-Unzen-Apfel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Flandrische Rambour wächst sehr stark und bildet mächtige, breitkugelige Kronen mit weit ausladenden Leitästen. Bei ausreichend Platz erreichen die Kronen einen Durchmesser von 10 bis 12 Metern; die Bäume können sehr alt werden. Die Sorte ist robust und stellt wenig Ansprüche an Boden- und Standortverhältnisse — sie ist breit anbaubar, lediglich zu trockene Standorte sowie windausgesetzte Lagen sollten gemieden werden, da die Früchte nicht windfest sind und bei Sturm abgeworfen werden. Gegen Schorf, Obstbaumkrebs und Mehltau ist sie wenig anfällig, jedoch etwas anfällig für Stippe. In der Jugend kommt der Baum spät in den Ertrag; später alterniert die Sorte zwischen guten Ertrags- und Ausfallsjahren. Die große Blüte erscheint mittelfrüh; als Befruchter für andere Sorten ist sie laut LVR-Flyer nicht geeignet. Das Laub ist relativ groß und dunkelgrün. Die Sorte eignet sich vor allem für Hoch- und Halbstamm auf der Streuobstwiese, weniger für den Hausgarten.

Die Früchte schmecken süßsäuerlich ohne ausgeprägtes Aroma, nach der älteren Beschreibung Engelbrechts kräftig, angenehm weinig und kaum süß. Der Flandrische Rambour wird vor allem als Wirtschaftsapfel genutzt, weniger als Tafelobst; früher dienten die rasch mürbe werdenden Früchte teils auch als Viehfutter. Die Pflückreife liegt etwa Ende September bis Anfang Oktober, die Genussreife reicht bis Ende Dezember, nach Engelbrecht bis Ende Januar.

Die Früchte sind sehr groß (bis über 10 cm breit), typisch breitgebaut und unregelmäßig kantig. Die Grundfarbe ist bei Pflückreife trüb gelblich-grün, bei Genussreife trüb oliv-gelblich; die Deckfarbe ist dunkelrot bis blutrot, flächig verwaschen bis verwaschen streifig und bedeckt oft fast die ganze Frucht. Das Fruchtfleisch ist grünlich-weiß, mittelfest, grobzellig, von mittlerem Saftgehalt und wird nach Lagerung bald mürbe. Der Stiel ist kurz und mitteldick, die weite Stielgrube zeigt eine auffallende, klecksartige Berostung. Die Sorte stammt vermutlich aus Belgien, wurde 1833 von Diel als „Großer flandrischer Rambour" erstbeschrieben und ist heute in Deutschland nur noch im deutsch-belgischen Grenzgebiet (Städteregion Aachen, Kreise Düren und Euskirchen) anzutreffen. Bäume oder Reiser sind in deutschen Baumschulen derzeit nicht erhältlich. (nach H.-J. Bannier, Engelbrecht 1889, „Nach der Arbeit")

Quellen: Flandrischer Rambur · Flandrischer Rambur R · Flandrischer Rambur · Flandrischer Rambur (LVR-Flyer) · 284 Flandrischer Rambour (Engelbrecht: Deutschlands Apfelsorten, 1889) · Zwanzig-Unzen-Apfel (Nach der Arbeit, Obsttafel Nr. 273) · Flandrischer Rambour

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Der Baum des Flandrischen Rambur wächst sehr stark und bildet mächtige Kronen, die sehr alt werden können. Seine Kronenform ist eher breitkugelig, mit breit ausladenden Leitästen. Wenn der Platz gegeben ist, können die Kronen einen Durchmesser von 10-12 Metern erreichen. In der Jugend kommt der Baum spät in den Ertrag. Später alterniert die Sorte zwischen guten Ertrags- und Ausfallsjahren. Das Laub ist relativ groß und dunkelgrün, die große Blüte zeitigt im Frühjahr mittelfrüh. Der Flandrische Rambur ist eine robuste Streuobstsorte, breit anbaubar bezüglich der Boden- und Standortverhältnisse und wenig anfällig für Schorf, Obstbaumkrebs und Mehltau. Allerdings sollte er nicht an zu trockenen Standorten gepflanzt werden. Auch sollten wegen einer gewissen Windanfälligkeit der Früchte windausgesetzte Lagen vermieden werden. (Hans-Joachim Bannier)

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 3

BaumBongertPositionPflanzjahr
UbdAiVdSortenerhaltungskultur Bergheimer DreieckH01
239Streuobstplantage SpechtsbergM092024
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