obstdoc — Konstantinopler

Konstantinopler

Quitte · Cydonia oblonga

Der Konstantinopler ist eine Quitte, die als sehr alte bewährte Liebhabersorte gilt. Baum und Frucht sind sehr robust. Dem steht eine besondere Anfälligkeit für Feuerbrand gegenüber. Nach der Verarbeitung entwickelt die Frucht ein hervorragendes Aroma, weshalb sie vor allem für Verwertung in der Küche in Betracht kommt.

Herkunft
unbekannt
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
breit aufrecht
Ernte
Anfang Oktober – Mitte Oktober (10A-10C)
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Dezember (10A-12E)
Wikidata
Q1700649
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Synonyme: Konstantinopel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Konstantinopler ist eine alte Apfelquitten-Sorte mit mittelstarkem Wuchs und aufrechter bis breit aufrecht wachsender, gut ausladender Krone mit sparriger Verzweigung. Das Holz gilt als frosthart und verträgt auch relativ strenge Fröste; die Anbauübersicht der Universität Hohenheim führt die Sorte deshalb ausdrücklich auch für rauere Lagen. Gegen Feuerbrand ist sie wenig anfällig und damit widerstandsfähiger als viele andere Quittensorten, wenn auch weniger resistent als neuere Züchtungen wie Robusta. Die Standortansprüche sind durchschnittlich bis gering: Sie gedeiht am besten auf mittelschwerem, nicht zu trockenem, warmem Boden in Sonne bis Halbschatten, ist ein Tiefwurzler und für schwere Böden weniger gut geeignet. Wie alle Quitten auf Quittenunterlage reagiert sie empfindlich auf hohen Kalkgehalt des Bodens; Veredelungen auf Eberesche sind zwar kalktoleranter, dafür aber feuerbrandanfälliger. Die weißen Blüten erscheinen nach Universitätsangabe im Zeitraum April bis Juni. Der Ertrag setzt früh ein und fällt hoch und regelmäßig aus (Deutsche Genbank Obst: mittel bis hoch, regelmäßig). Die Sorte ist nur teilweise selbstfruchtbar; in Gemeinschaft mit anderen Sorten lassen sich höhere Erträge erzielen, als geeignete Befruchtersorte gilt Bereczki. Sie wird als robuste Sorte mit geringen Ansprüchen für Hausgarten und Obstbau empfohlen.

Die Früchte sind Anfang bis Mitte Oktober pflückreif und von Oktober bis Dezember genießbar; zur Lagerdauer geben die Quellen rund sechs Wochen bis hin zu einer Lagerfähigkeit bis Dezember an. Geschmacklich wird die Frucht als hoch aromatisch, saftreich und stark duftend mit hohem Zucker- und Säuregehalt beschrieben; das Fruchtfleisch liefert hellen Saft, und die Deutsche Genbank Obst stuft die Sorte als „sehr gut zu verarbeiten“ ein. Klassische Verwendungen sind Marmelade, Gelee, Kompott und Saft.

Pomologisch handelt es sich um eine Apfelquitte (Cydonia oblonga) von mittelgroßer bis großer, etwa 250 g schwerer Frucht. Die Form ist variabel und nicht immer apfelförmig – meist breitrund bis kugelförmig, deutlich gerippt und ungleichhälftig, was teils auf unterschiedliche Spielarten zurückgeführt wird. Die dünne Schale ist je nach Standort grüngelb bis goldgelb, auf der Sonnenseite leicht rostbraun, reife Früchte sind nur noch wenig befilzt; die Kelchgrube ist stark vertieft, eine Stielgrube vorhanden. Das hellgelbe Fruchtfleisch ist zart und feinzellig, fein säuerlich, bei später Ernte kann es gelegentlich zu Fleischbräune kommen. Die Herkunft der Sorte ist unbekannt, möglicherweise stammt sie aus der Türkei; sie gilt als alte, weit verbreitete und robuste Sorte und wird international auch unter Namen wie Constantinople oder De Constantinopol geführt. Die Beschreibung beruht vor allem auf den Passdaten der Deutschen Genbank Obst, dem Sortenportrait des Kerngehäuse e.V. im Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft, dem deutschsprachigen Wikipedia-Artikel, dem Sortendatensatz von BOGL sowie der Anbauübersicht der Universität Hohenheim.

Quellen: Konstantinopler Apfelquitte – Kerngehäuse e.V. / Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft · Deutsche Genbank Obst – Sortenpass Konstantinopeler · Konstantinopeler Apfelquitte – Wikipedia · Konstantinopler – BOGL Baden-Württemberg · Anbauübersicht Quitte – Lehrgarten Agrarwissenschaften, Universität Hohenheim · Die Quitte – Obstsorte des Jahres 2017 (FRUCTUS-Bulletin)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Apfelquitte

Sehr alte bewährte Liebhabersorte. Große apfelförmige Frucht, Schale hellgelb mit feinen Flaum besetzt, grünlicher Schimmer, weißlich-gelbes Fleisch.. Nach der Verarbeitung hervorragendes Aroma! Herv. Hausmacher- sorte, zum Einmachen, Gelee, Saft uvm. Sehr robuste Frucht, bzw. Baumeigenschaften. Reifezeit: Oktober, Haltbarkeit: November.

Wohl besonders Feuerbrandanfällig.

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

BaumBongertPositionPflanzjahr
095Streuobstplantage Gartenfeld2024
441Streuobstplantage GartenfeldDD182025

Bilder aus Wikipedia

File:Ranunculus constantinopolitanus 31481605.jpg
Юрий Данилевский (Yuriy Danilevsky) · CC BY 4.0 · Commons
File:Ranunculus constantinopolitanus 31481607.jpg
Юрий Данилевский (Yuriy Danilevsky) · CC BY 4.0 · Commons
File:Ranunculus constantinopolitanus 360507906.jpg
Ульяна Лалак · CC BY 4.0 · Commons
File:Ranunculus constantinopolitanus petal.jpg
Kocaeli flora · CC BY-SA 4.0 · Commons

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