Birne · Pyrus communis
Die Pastorenbirne ist eine alte Birnensorte aus dem französischen Villiers-en-Brenne, die seit etwa 1860 bekannt ist. Sie wird Anfang bis Ende Oktober geerntet und ist nach einer Lagerzeit von Anfang Dezember bis Ende Februar genussreif. Der Baum wächst stark und eignet sich als Stammbildner sowie zur Verwendung als Unterlage. Als triploide Sorte ist sie als Befruchter unbrauchbar; zudem ist sie mittelanfällig für Frucht- und Triebschorf. Windempfindlichkeit führt dazu, dass baumreife Früchte stark fallen, was die Ernte erschweren kann.
Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst
#schorfanfällig#stammbildner#starkwüchsig#triploid#unterlage
Synonyme: Anne de Bourg, Belle Adrienne, Belle Andrianne, Belle de Berry, Belle du Berry, Bon Papa, Cure, Duchesse de Berry, Dumas, Flaschenbirne, Frauenschenkel, Herrenbirne, Messire d'Hiver, Monsieur de Clion, Monsieur le Cure, Poire de Cure, Poire du Curé, Pradel, Tarquin, Vikar of Winkfield, Zapfenbirne
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Die Pastorenbirne wächst stark und bildet eine hochgebaute, breitpyramidale Krone. Sie neigt zu Schleuderwuchs, weshalb ein sachgerechter, regelmäßiger Erziehungsschnitt erforderlich ist. Die Sorte ist triploid und daher ein schlechter Pollenspender; als Befruchter eignen sich 'Köstliche aus Charneux', 'Clapps Liebling', 'Gellerts Butterbirne', 'Gute Luise' und 'Williams'. Die Blüte ist mittelfrüh und langanhaltend. Der Baum gilt als wenig frostempfindlich. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und ist danach sehr hoch und regelmäßig; die Sorte ist ein ausgesprochener Massenträger. Sie bevorzugt warme, genügend feuchte Böden in tieferen Anbaulagen, gilt aber als breit anbaufähig und anspruchslos. Für ausgesprochene Schorflagen ist sie nicht geeignet: Sie ist wenig anfällig für Blattschorf, jedoch mittel bis stark anfällig für Frucht- und Triebschorf; bei starkem Triebschorfbefall sind kaum noch gesunde Früchte zu ernten. Gelegentlich tritt Spitzendürre auf, bei der die Triebspitzen absterben. Die Früchte sind bis kurz vor der Baumreife windfest, danach stark fallend. Die Sorte eignet sich gut für Streuobst, Garten und Spalier, wird auch als Straßenbaum verwendet und ist in der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten.
Der Geschmack ist süß mit einer feinen, aber kräftigen Säure, schwach aromatisch und sortentypisch. Das Fruchtfleisch ist grobkörnig bis halbschmelzend und saftig. Nur in warmen Lagen beziehungsweise in guten Jahren erreichen die Früchte Tafelbirnenqualität; an den meisten Standorten bleibt sie eine Wirtschaftsbirne. Sie eignet sich vielseitig für Kompott, Einkochen, Dörren, Saft und Most; hartreif gepflückt lässt sie sich gut pressen. Die Pflückreife beginnt Anfang Oktober, die Genussreife reicht von Dezember bis Februar. Im Naturlager hält sie sich drei bis vier Monate, wobei sie sich besser für Keller- als für Kühllagerung eignet.
Die Frucht ist groß bis sehr groß, langgestreckt flaschenförmig, mitunter etwas beulig und im Querschnitt unregelmäßig kantig. Die Grundfarbe ist gelblichgrün, sonnenseits mit schwacher trübrotbrauner Deckfarbe oder roten Backen. Auffällig sind die Lentizellen: auf der Sonnenseite groß und braun, auf der Schattenseite klein und grün. Der Stiel ist gebogen, etwa 30 bis 40 mm lang, und geht mit einem typischen Fleischringel in die Frucht über. Der Kelch ist offen mit sternförmig aufliegenden Kelchblättern, die Kelchgrube oft etwas berostet. Das Fleisch ist weißgelb. Die Pastorenbirne wurde von einem französischen Pfarrer (Curé) in einem Wald bei Clion (auch: Villiers-en-Brenne) in Frankreich als Zufallssämling entdeckt; zur Datierung finden sich Angaben zwischen 1760 und 1860. Oberdieck berichtete 1852 erstmals über sie und prägte den deutschen Namen Pastorenbirne. Sie wurde im selben Jahr von der American Pomological Society anerkannt. (Nach Jan Bade / Bergischer Streuobstwiesenverein, Jens Meyer / Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt, Wikipedia, ProSpecieRara und dem Illustrierten Handbuch der Obstkunde.)
Quellen: Pastorenbirne – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Pastorenbirne – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Pastorenbirne – Wikipedia · Pastorenbirne – ProSpecieRara · Pastorenbirne – Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft · Pastorenbirne – Illustriertes Handbuch der Obstkunde (PDF) · Pastorenbirne – Nach der Arbeit (PDF)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Großkronige Bäume. Anfällig für Schorf. Wächst als Säule wie Köstliche von Charneux.
#starkwüchsig #triploid #schorfanfällig #stammbildner #unterlage #alleebaum
Vorteile: lange haltbar, zuverlässiger Ertrag Nachteile: sehr wenig Geschmack Beschreibung: Unser Pastorenbirnenbaum ist ein Spalier an der Stallwand, der schon im jungen Alter reichlich Ertrag bringt. Der Baum ist gesund und die Birnen spätreifend und haltbar. Allerdings lässt der Geschmack der Sorte leider sehr zu wünschen übrig, sodass die Sorte nur für die Verarbeitung empfohlen werden kann. Die Birnen sind auch in der Vollreife noch fest, sodass sie möglicherweise gut zum Einmachen geeignet sind. (Laura Gisler)
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 471 | Streuobstplantage Rommelshard | C06 | 2025 |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Koordinaten |
|---|---|---|
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| 3319970093 | Pastorenbirne | %!f(*float64=0xc000c7ba80), %!f(*float64=0xc000c7ba88) |
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