Apfel · Malus domestica
Die Gelbe Schafsnase ist eine alte Apfelsorte aus dem Rheinland, wo sie seit etwa 1800 nachgewiesen ist, insbesondere in der Eifel, im Kreis Ahrweiler und im Raum Aachen. Geerntet wird sie von Anfang bis Mitte Oktober und lagert bis Ende Februar. Sie gilt als pflegeleicht und vital mit guter Regenerationsfähigkeit auch im Alter. In der Küche eignet sie sich zum Dörren, zum Backen und zur Herstellung eines hellen, geschmackvollen Apfelkompotts sowie für Mus und Kompott.
Tafelobst Wirtschaftsobst Dörrobst
Synonyme: Holländischer Küchenapfel
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Die Gelbe Schafsnase ist ein stark wachsender Apfelbaum, der große Kronen mit steil verzweigenden Leitästen bildet, die unter der Ertragslast später außen herabhängen. Die Sorte besitzt eine hohe Vitalität, kann relativ alt werden und zeigt auch im Alter noch eine gute Regenerationsfähigkeit. Sie ist ausgesprochen robust gegenüber Krankheiten: selbst an ungünstigen Standorten tritt kaum Schorf auf, Obstbaumkrebs kommt nur geringfügig vor, und auch die Mehltauanfälligkeit scheint gering zu sein. Die Blüte erscheint früh, ist jedoch robust gegenüber Witterungseinflüssen. Die Sorte gilt als vermutlich triploid und ist daher kein geeigneter Befruchter für andere Apfelsorten. Der Ertrag setzt reich und regelmäßig ein; die Früchte bleiben auch bei vollem Behang und an älteren, ungepflegten Streuobstbäumen noch ansehnlich groß. Die Gelbe Schafsnase ist pflegeleicht, breit anbaufähig – auch an ungünstigen Standorten und vermutlich in höheren Lagen – und eine typische, wertvolle Streuobstsorte.
Die Früchte werden in erster Linie als Wirtschaftsapfel verwendet: als Backapfel, zur Herstellung eines hellen, geschmackvollen Apfelkompotts, zur Saftverarbeitung und zum Dörren. Geschmacklich sind sie angenehm süßsäuerlich und eigentümlich gewürzt, ohne ausgeprägtes Aroma – die Säure ist längst nicht so betont wie beim Glockenapfel. Damit sind sie durchaus noch als Tafelapfel nutzbar. Die Pflückreife liegt Anfang bis Mitte Oktober; genussreif bleiben die Früchte bis Januar, maximal Februar, also etwa vier Monate lagerfähig.
Die Frucht ist groß, hochgebaut kegel- bis glockenförmig – die typische „Schafsnasen“-Form –, im Querschnitt kantig und kelchseitig deutlich gerippt. Die Grundfarbe wandelt sich von grünlich-gelb bei der Pflückreife zu kräftigem Gelb bei Genussreife; eine rötliche Deckfarbe fehlt meist oder zeigt sich nur bei stark besonnten Früchten als goldig-gelber bis orangeroter Hauch. Der Kelch ist groß und füllt die mittelweite, mitteltiefe Kelchgrube aus. Die Stielgrube ist mittelweit und mitteltief mit kräftigem Rostklecks, der Stiel kurz, dick, knopfartig und nicht herausragend. Das Fruchtfleisch ist ziemlich weiß, fest, mittelfeinzellig, mit mittlerem Saftgehalt und geringer Verbräunung; die Schale ist glatt, trocken und etwas hart. Die Sorte wurde vermutlich schon vor über 200 Jahren von Sickler beschrieben, doch ihre genaue Entstehung ist unbekannt. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt im Rheinland (Eifel, Kreis Ahrweiler, Raum Aachen), vereinzelt auch in Westfalen und der Pfalz. Sie wurde regional fälschlich als „Holländischer Küchenapfel“ bezeichnet. Die Sorte gilt als stark gefährdet. (Nach H.-J. Bannier und dem LVR-Netzwerk Umwelt/Biologische Stationen Rheinland.)
Quellen: Gelbe Schafsnase – Bergischer Streuobstwiesenverein · Gelbe Schafsnase – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Gelbe Schafsnase – Regionale Obstsorten im Rheinland (Flyer) · Gelbe Schafsnase – Obstsortendatenbank BUND Lemgo · Rotgestreifte Gelbe Schafsnase (wurzelnackt) – Arboterra
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| FV1WtwF | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen | ||
| Sh6UMk6 | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | D15 | |
| 473 | Streuobstplantage Rommelshard | E06 | 2025 |