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  "name": "Rheinisches Seidenhemdchen",
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  "fruchtart": "Apfel",
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  "bluete": "mittelfrüh",
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    "streuobstsorte-des-jahres"
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  "notiz": "[Rheinisches Seidenhemdchen auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/ehd6k8ggrw/)\n\nWar Streuobstsorte des Jahres NRW 2016.\n#streuobstsorte-des-jahres",
  "beobachtungen": "Der Jugend sehr wüchsig. Kommt früh in den Ertrag.",
  "literatur": "\u003e Sehr schön gefärbter, knackig, süßsäuerlicher Apfel für den späten Herbst und Winter. Der Apfel wurde vom Pomologen-Verein NRW zum Apfel des Jahres 2016 gekürt. (Carina Pfeffer)\n\nRobust, reich tragend. Typische Streuobstsorte.\n\n\u003e In der Jugend mittelstark wachsend, dünntriebig, bildet später jedoch große, hochkugelige oder hoch pyramidale Kronen mit steilen Leitästen, dichter feiner Verzweigung und außen überhängenden Fruchtästen. Die Sorte ist reich tragend, jedoch alternierend zwischen hohem und niedrigem Ertrag.\n\nDie genaue Herkunft dieser heute in Teilen des\nRheinlands vorkommenden Sorte ist unbekannt.\nAus alten Fachzeitschriften geht hervor, dass sie um 1900 aus dem Raum Aachen ins Bergische Land gelangte. Sie wurde und wird teilweise heute noch als „Rotes Seidenhemdchen“ oder „Weißes Seiden-\nhemdchen“ sowie weiteren Namen verkauft. Da\ndiese Bezeichnungen jedoch teils auch für andere Sorten verwendet werden, erscheint der Sortenname „Rheinisches Seidenhemdchen“ der einzig\ntreffende und unverwechselbare zu sein.\nIhren Verbreitungsschwerpunkt hat die Sorte heute noch im Raum Aachen, wo sie regelmäßig in Obstwiesen und Hausgärten anzutreffen ist. In mehreanderen Kreisen des Rheinlands sind Altbäume\nbekannt, jedoch handelt es sich meist um kleine Vorkommen. Außerhalb des Rheinlandes scheint die Sorte in Deutschland nur selten vorhanden zu sein.\nFrisch vom Baum ist die Sorte auch ein mild süß-säuerlicher Tafelapfel. Heute werden die Früchte des Rheinischen Seidenhemdchens jedoch überwiegend als Mostapfel sowie als Wirtschaftsobst für die Küche genutzt.\n\nStandort und Anfälligkeit – Wächst sehr ge-\nsund, wenig Ansprüche an den Standort, frosthart und recht widerstandsfähig gegen Krankheiten.\nAuch in Lagen über 400 m Höhe gedeiht die Sorte gut.\nWuchs – In der Jugend mittelstark wachsend,\ndünn­ triebig, bildet später jedoch große Kronen mit steilen Leitästen, dichter feiner Verzweigung und überhängenden Fruchtästen. Das Blatt ist auffallend klein.\nErtrag und Reife – Reich tragend, jedoch alternierend zwischen hohem und niedrigem (oder aussetzendem) Ertrag. Genussreif bis etwa Januar. Anfangs fest und „knackend“, werden die Früchte",
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    "beschreibung": "Der Baum des Rheinischen Seidenhemdchens wächst nach der Sortenbeschreibung\nvon Hans-Joachim Bannier in der Jugend mittelstark und dünntriebig, bildet\nspäter jedoch große, hochkugelige bis hochpyramidale Kronen mit steilen\nLeitästen, dichter feiner Verzweigung und außen überhängenden Fruchtästen;\nin der Kurzcharakteristik des Bergischen Streuobstwiesenvereins wird der\nBaum als starkwüchsig und robust gegenüber Krankheiten bezeichnet.  Die\nSorte trägt reich, allerdings ausgeprägt alternierend zwischen hohem und\nniedrigem oder ganz aussetzendem Ertrag.  Die Blüte liegt mittelfrüh; das\nBlatt ist auffallend klein und dunkel- bis graugrün, die Jahrestriebe sind\ndünn bis mitteldick und hellgrau bis rötlich-grau.  Sie gilt als typische\nStreuobstsorte und wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als\nStreuobst-Anbausorte empfohlen; alte Bäume stehen im Raum Aachen regelmäßig\nin Obstwiesen und Hausgärten.  Konkrete pomologische Angaben zu Boden-,\nKlima- und Höhenlagenansprüchen, zu Befruchtersorten und zur Lebensdauer\nfehlen in den fachlichen Quellen; die in Baumschulkatalogen verbreiteten\nAngaben zu Frosthärte, Eignung über 400 m Höhe und Widerstandsfähigkeit\ngegen Schorf, Mehltau und Obstbaumkrebs sind pomologisch nicht belegt und\ndaher mit Vorbehalt zu lesen.\n\nGeschmacklich ist das Rheinische Seidenhemdchen süßsäuerlich ohne\nausgeprägtes Aroma; frisch vom Baum ist es ein milder, süßsäuerlicher\nTafelapfel, heute werden die Früchte aber überwiegend als Mostapfel und als\nWirtschaftsapfel für die Küche genutzt (nach NABU Heinsberg auch für\nApfelsaft und Apfelmus).  Eine Verkostungsnotiz des Bergischen\nStreuobstwiesenvereins vermerkt einen Geschmack nach süßen Erdbeeren bei\ninsgesamt mittlerer Geschmacksbewertung.  Die Pflückreife liegt etwa Anfang\nbis Mitte Oktober (BSOWV: 1.–14.  Oktober), genussreif bleiben die Früchte\nbis etwa Januar, die Lagerfähigkeit wird mit rund drei Monaten angegeben. \nAnfangs ist das Fleisch fest und „knackend“, wird gegen November/Dezember\nhin jedoch mürbe.\n\nDie Frucht ist mittelgroß, typisch kegelförmig bis spitzkegelförmig und zum\nKelch deutlich verjüngt; die Deckfarbe reicht von kräftigem Rot und Rosa bis\ndunkel- oder blutrot, teils bräunlich, bei starker Färbung flächig\nverwaschen-streifig, bei schwächerer marmoriert bis streifig, häufig mit\nbreiten, schimärenartig abgesetzten Streifen.  Schalenpunkte sind klein,\nberostet oder hell und in den Farbübergängen teils rötlich umhöft; die\nKelchgrube ist flach bis mitteltief, eng bis mittelweit und innen oft rot\ngefärbt, der Stiel kurz, dünn bis mitteldick, teils knopfartig-fleischig und\nnicht aus der Stielgrube herausragend.  Das Kernhaus liegt typisch stielnah\nmit rucksackförmigen Wänden; das Fruchtfleisch ist grünlich-gelblichweiß,\nfest, mittelfein- bis etwas grobzellig, wenig verbräunend, von mittlerem\nSaftgehalt.  Die genaue Herkunft ist unbekannt; einer Notiz in der\n„Rheinischen Monatsschrift für Obst-, Garten- und Gemüsebau“ 1915 zufolge\ngelangte die Sorte bereits um 1900 aus dem Raum Aachen ins Bergische Land,\n1943 wird sie in derselben Zeitschrift als „Rotes Seidenhemdchen“ unter den\nrheinischen Gebietssorten als Massenträger genannt.  Mit dem von Sickler\n(1797–1804) und Dittrich (1839) beschriebenen „Roten Seidenhemdchen“ und\nerst recht mit dem bei Knoop (1763) und Oberdieck (1859) behandelten\nholländischen „echten“ oder „weißen“ Seidenhemdchen ist sie allem Anschein\nnach nicht identisch; wegen der großen Namensverwirrung (Sydenhämchen, Apfel\naus Sydenham, Syden Hemdje u.  a.) und weil die Sorte außerhalb des\nRheinlands in Deutschland kaum vorkommt, wird sie als Rheinisches\nSeidenhemdchen geführt.  Verbreitungsschwerpunkt ist der Raum Aachen,\neinzelne Altbäume finden sich links- wie rechtsrheinisch von den Kreisen\nDüren und Heinsberg über den Niederrhein bis in den Rhein-Sieg-,\nRheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis; auch das Sortenmuseum\nDoesburg (Niederlande) führt sie – dort als „Weißes Seidenhemdchen“. \nVerwechslersorten sind u.  a.  Gustavs Dauerapfel, Salome, Bäumchesapfel und\nGeheimrat Breuhahn.  Die Sorte gilt als gefährdete Regionalsorte und wurde\nvon der Landesgruppe NRW des Pomologen-Vereins zur NRW-Obstsorte des Jahres\n2016 gewählt.  Grundlage dieser Beschreibung sind vor allem das\nSortenporträt von H.-J.  Bannier (obstsortenerhalt.de), die Kurzbeschreibung\ndes Bergischen Streuobstwiesenvereins (Bannier/Meyer) sowie Materialien des\nPomologen-Vereins LG NRW und des NABU Heinsberg.",
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  "herotext": "Das Rheinisches Seidenhemdchen ist eine Apfelsorte aus dem Raum Aachen, die dort seit 1900 bekannt ist und 2016 vom Pomologen-Verein NRW zum Apfel des Jahres gekürt wurde. Geerntet wird von Anfang bis Mitte Oktober, genussreif bleibt die Frucht bis Ende Januar. Die Sorte gilt als anspruchslos an den Standort und gedeiht auch in Lagen über 400 m Höhe gut; ihre Früchte sind sehr schön gefärbt. Sie ist reich tragend, wechselt jedoch zwischen hohen und niedrigen Erntejahren. Der Baum bildet später große, hochkugelige oder hochpyramidale Kronen und braucht daher entsprechend Raum.",
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