Eberesche · Sorbus aucuparia
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Die Edel-Eberesche wächst als Großstrauch oder kleiner, bis mittelgroßer Baum und erreicht je nach Standort 3 bis 16 Meter Höhe. Die Krone baut sich auf einer steilen Mittelachse mit schräg aufstrebenden Ästen auf und ist von eiförmiger Gestalt. Die weißen, in Dolden angeordneten Blüten erscheinen im Mai und Juni und sind selbstfruchtbar. Die Pflanze ist winterhart und gilt als robust; spezifische Angaben zur Anfälligkeit gegenüber Schorf, Mehltau, Obstbaumkrebs oder Feuerbrand liegen in den verfügbaren Quellen nicht vor.
Die Früchte schmecken süß-säuerlich und sind — anders als die bitteren, herb-sauren Früchte der gewöhnlichen Vogelbeere — praktisch frei von Bitterstoffen, sodass sie in geringem Maße auch roh verzehrt werden können. Ihr hoher Gehalt an Vitamin C (Ascorbinsäure) hat der Edel-Eberesche den Beinamen „Zitrone des Nordens" eingetragen. Sie eignen sich hervorragend zur Herstellung von Gelee, Marmelade, Kompott und kandierten Früchten; aus vollreifen, teigigen Früchten lassen sich zudem Saft, Wein und Likör gewinnen. Früh geerntete, noch orangefarbene und säurereichere Früchte sind wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehalts besonders wertvoll.
Die kugeligen Früchte erreichen einen Durchmesser von 1 bis 1,5 cm und sind scharlach- bis dunkel orangerot gefärbt; sie hängen in kräftigen Doldentrauben. Das Fruchtfleisch ist gelblich. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, wechselständig und unterscheiden sich von der Wildart durch rötliche Blattstiele, nur oberhalb der Mitte gesägte Blättchen und eher spitze Blattbasen. Die Edel-Eberesche wurde um 1805/1810 von Hirtenjungen im nordböhmischen Altvatergebirge (Nordmähren) als bitterstofffreie Mutante der Gemeinen Eberesche (Sorbus aucuparia) entdeckt. Ab etwa 1887 wurde sie von der Baumschule Dieck in Heidgraben selektiert und in den Handel gebracht und fand, gefördert durch Publikationen wie die von Franz Kraetzl 1885, besonders in der österreichisch-ungarischen Monarchie weite Verbreitung als Nutzobst. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie durch südländische Importfrüchte zunehmend verdrängt. Nach: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF), Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB), Botanischer Garten Frankfurt.
Quellen: Die Vogelbeere - ein Obstbaum (LWF Bayern)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 553 | Streuobstplantage Rommelshard | DD05a | 2026 |
| 581 | Streuobstplantage Rommelshard | G10 | 2025 |
| 085 | Streuobstplantage Spechtsberg | K09 | 2024 |