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  "id": "e4sz2x2xxg",
  "name": "Tulpenapfel",
  "slug": "tulpenapfel",
  "url": "https://treedoc.foxel.org/sorten/e4sz2x2xxg/",
  "fruchtart": "Apfel",
  "species": "Malus domestica",
  "herkunft": "Bergisches Land, Rheinland",
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  "ernte": {
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    "text": "Anfang Oktober – Mitte Oktober",
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    "text": "1. Dezember – 31. Januar",
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  "bluete": "extrem spät",
  "wuechsigkeit": "mittel bis stark",
  "gefaehrdung": "stark gefährdet",
  "verwendung": [
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      "name": "Wirtschaftsobst"
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    {
      "name": "Mostobst",
      "wikidata": "Q2013122"
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  "synonyme": [
    "Freiherr von Trauttenberg"
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  "links": [
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  "notiz": "[Tulpenapfel auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/e4sz2x2xxg/)\n\nKommt auch mit feuchten Böden zurecht; krebsfest. Etwas anfällig für Schorf, deswegen Durchlüftung wichtig.",
  "literatur": "\u003e Baum starkwüchsig mit aufrechter Krone, sehr spätblühend (frosthart), Frucht gelb, schwach gerötet und hoch gebaut, alte Regionalsorte des Rheinlandes und Westerwaldes.\n\n\u003e Gute Fruchtbarkeit in jungen Jahren. Sorgt für regelmäßige Ernten. \n\u003e Die Frucht reift früh und hat ein schönes Aussehen. Frischer, süßer und saurer Geschmack. \n\u003e Dieser Apfel sollte schnell gegessen werden, hat eine schlechte Haltbarkeit und sollte vorzugsweise früh am Morgen gepflückt werden, wenn er kühl ist.\n\u003e Pflücke den Apfel für einen guten Geschmack, wenn er fällt, ist die Frucht schnell mehlig.\n\u003e Geeignet für gute und für sandige Boden. (aatree)",
  "generated": {
    "beschreibung": "Der Tulpenapfel ist eine rheinische Lokalsorte, deren auffälligstes Merkmal\nam Baum die extrem späte Blüte ist: Sie liegt nach Sorten wie Rheinischer\nWinterrambur, Luxemburger Triumph oder Roter Bellefleur, weshalb der Baum\nvon Spätfrösten seltener getroffen wird; schon Kreisobstbauinspektor Alfred\nBartl vermerkte 1955 für die bergischen Hochstämme „sehr spät blühend“.  Der\nWuchs ist mittelstark bis stark, die Krone wird mittelgroß bis groß und\npyramidal, mit aufrecht wachsenden Seitenästen, die unter Fruchtbehang außen\nabkippen; das Laub ist von mittlerer Größe.  Gesundheitlich gilt die Sorte\nals krebsfest und insgesamt robust, ist jedoch etwas anfällig für Schorf,\nweshalb eingeschlossene, schlecht durchlüftete Standorte gemieden werden\nsollten.  Ihr besonderer Wert liegt in der Anspruchslosigkeit: Sie kann auch\nbei schwierigen Standortverhältnissen – auf schweren oder staunassen Böden\nsowie in spätfrostgefährdeten Lagen – gepflanzt werden, wo andere Sorten\nversagen.  Entsprechend wird sie als typische Streuobstsorte für\nHochstamm-Streuobstwiesen eingestuft und vom Koordinierungsausschuss\nObstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen.  Zu\nErtragsverhalten (Ertragseintritt, Regelmäßigkeit/Alternanz), zu\nBefruchtungsverhältnissen, zur Lebensdauer und zur Eignung als Straßenbaum\nliegen in den eingesehenen Quellen keine Angaben vor; auch Angaben zur\nHöhenlage fehlen, die belegte Verbreitung reicht aber vom Westerwald über\nden Rhein-Sieg-Kreis bis in das Bergische Land.\n\nGeschmacklich ist der Tulpenapfel ein Wirtschafts- und Mostapfel, kein\nfeines Tafelobst: Das Fruchtfleisch ist fest, mäßig saftig und nur gering\naromatisch, der Geschmack wird als sauer-süß und zusammenziehend, dabei aber\nnicht unangenehm beschrieben; in der Verkostungsbewertung des Bergischen\nStreuobstwiesenvereins (Skala 1 = sehr gut) erhält er 3–4.  Genutzt wird er\nals Wirtschaftsapfel und zum Mosten.  Die Pflückreife liegt etwa Anfang bis\nMitte Oktober (nach der Reifetabelle des Bergischen Streuobstwiesenvereins\nca.  27.09.–10.10.), auf dem Lager halten die Früchte etwa zwei bis drei\nMonate, also bis Dezember/Januar.\n\nDie Frucht ist mittelgroß bis groß und typisch spitz-kegelförmig, zum Kelch\nkonisch verjüngt; im Querschnitt erscheint sie häufig auffallend dreieckig,\nmanchmal fünfkantig.  Die Grundfarbe ist bei Pflückreife grünlich-gelb, bei\nGenussreife kräftig gelb, die Deckfarbe nur sonnenseitig orangerötlich\ngehaucht auf höchstens einem Drittel der Frucht, oft ganz fehlend.  Der\nStiel ist kurz bis sehr kurz, teils nur knopfartig und nicht aus der\nStielgrube herausragend; die Kelchhöhle ist kurz, dreieckig bis trichter-\noder becherförmig, das Kernhaus typisch klein und stielnah, die\nKernhauswände ohrenförmig und glatt.  Über die Herkunft ist nichts bekannt;\ndie Sorte ist offenbar in der pomologischen Literatur der letzten beiden\nJahrhunderte nie beschrieben worden – der „Tulpenapfel“ bei Dittrich (1839)\nbzw.  in der „Monatsschrift für praktischen Obstbau“ (1857) sowie\n„Tulpenkalvill“ und „Tulpencardinal“ betreffen andere Sorten.  Belegt ist\ndie Sorte über Anbauempfehlungen: 1915 im „Rheinischen Anbausortiment“ für\ndie Kreise Solingen, Lennep, Wipperfürth, Gummersbach und Waldbröl sowie\nNeuwied und Altenkirchen, 1949 im Obstsorten-Verzeichnis der\nLandwirtschaftskammer Rheinland-Hessen-Nassau als lokale Zusatzsorte für den\nKreis Altenkirchen und in den 1950er Jahren bei Bartl.  Wichtig für die\nSortenansprache: Die in älteren Listen (Landwirtschaftskammer Bonn,\nReisermuttergarten Bonn) und seit Hesselmann (1901) verbreitete\nGleichsetzung mit „Freiherr von Trauttenberg“ bzw.  „Apfel aus Halder“ ist\nnach heutiger pomologischer Beurteilung unzutreffend – der rheinische\nTulpenapfel unterscheidet sich von beiden eindeutig durch die extrem späte\nBlüte und das auffallend kleine, stielnahe Kernhaus; als Verwechsler gelten\naußerdem Weißer Winterglockenapfel und Lütticher Ananaskalvill.  Die Sorte\nist im rechtsrheinischen Rheinland noch recht verbreitet, in Baumschulen\naber kaum erhältlich (kleine Stückzahlen vermehrt der Rheinisch-Bergische\nNaturschutz-Verein, Overath) und wird als stark gefährdet geführt. \nGrundlage dieser Beschreibung sind das Sortenporträt von Hans-Joachim\nBannier (obstsortenerhalt.de) und die Kurzbeschreibung/Verkostung von H.-J. \nBannier und Rolf Meyer beim Bergischen Streuobstwiesenverein.",
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        "title": "Tulpenapfel – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (Sortenporträt H.-J. Bannier)",
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        "title": "Streuobst-Sortenempfehlungsliste für Rheinland-Pfalz (NABU RLP, 2018)",
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        "title": "Apfelbaum Tulpenapfel – biobaumversand.de",
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  "herotext": "Der Tulpenapfel stammt aus dem Bergischen Land im Rheinland und ist ein Wirtschafts- und Mostapfel mit mittelgroßen bis großen Früchten. Er kommt auch mit feuchten Böden zurecht und blüht sehr spät, was ihn frosthart und für Extremlagen geeignet macht. Schon in jungen Jahren trägt er gut und liefert regelmäßige Ernten. Für Schorf ist er etwas anfällig. Geerntet wird von Anfang bis Mitte Oktober, gegessen nach der Lagerung von Dezember bis Januar.",
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