Apfel · Malus domestica
Der Doppelter Prinzenapfel ist ein aus Schleswig-Holstein bekannter Apfel, der seit etwa 1880 beschrieben wird. Er gilt als breit anbaufähig und eignet sich auch für Höhen- und Extremlagen. Alte, auseinander gebrochene Bäume zeigen eine erstaunliche Regenerationskraft: Selbst abgebrochene Stämme können Sekundärkronen bilden, aus denen neue, langlebige Stämme entstehen; ausgewachsene Exemplare gehören mitunter zu den größten Apfelbäumen überhaupt. In der Küche ist die Sorte gut für Mus, Kuchen und Kompott geeignet, als Tafelapfel spielt sie dagegen kaum eine Rolle. Geerntet wird früh, von Anfang bis Mitte September.
Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst
#extremlagen#langlebig
Synonyme: Doppelnonne, Doppelter Hasenkopf, Doppelter Melonenapfel, Prinzen-Apfel
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Der Baum des Doppelten Prinzenapfels wächst stark bis sehr stark und kann zu den größten Apfelbäumen überhaupt gehören. Er ist wenig empfindlich und gilt als gesund, neigt allerdings auf schweren Böden etwas zu Obstbaumkrebs. Die Sorte ist triploid und kann sehr alt werden; auffällig ist die erstaunliche Regenerationsfähigkeit alter Bäume – selbst abgebrochene Stämme können Sekundärkronen bilden, aus denen neue, langlebige Stämme hervorgehen. Der Doppelte Prinzenapfel ist breit anbaufähig und eignet sich auch für Höhenlagen; er bevorzugt Gebirgs- und Seeklima. Die Blüte ist spät und lang anhaltend und gilt als widerstandsfähig gegen schlechte Witterungseinflüsse. Aufgrund der enormen Wuchsstärke und Endgröße ist die Sorte sehr gut für Streuobst sowie Hoch- und Halbstämme geeignet; der hohe Platzbedarf ist dabei zu beachten.
Vom Baum weg ist das gelblichweiße, fein-lockere Fleisch sehr saftig und feinsäuerlich, jedoch ohne besonderes Aroma und wird schnell mehlig. Die Sorte wird daher vor allem als Wirtschafts- und Mostapfel genutzt und ist gut zum Saftpressen geeignet; als Tafelapfel ist sie nur eingeschränkt verwendbar. Die Pflückreife liegt um Mitte September (etwa 7. bis 17. September). Die Früchte fallen in der Reife leicht und sind nur kurz haltbar – je nach Quelle zwei bis vier Wochen, von älteren Bäumen bis maximal Mitte Oktober.
Die Früchte sind groß bis sehr groß, hochgebaut und walzenförmig, im Querschnitt kantig. Die glatte Schale ist reif hellgelblich mit vielen meist kurzen roten Streifen und feiner roter Punktierung. Der Stiel ist kräftig und holzig, die Stielgrube flach bis mitteltief mit Rostklecks. Die Kelchhöhle ist groß und dreieckig, das Kernhaus weit offen und enthält meist nur wenige schlecht ausgebildete Kerne. Der Doppelte Prinzenapfel stammt wahrscheinlich aus Norddeutschland (Schleswig-Holstein) und ist ein durch Gen-Fingerprinting bestätigter Abkömmling des Prinzenapfels. Erstmalig erwähnt wurde die Sorte 1880 im Monatsblatt für Gartenbau in Schleswig-Holstein. Früher war sie zumindest in Schleswig-Holstein häufig, heute kommt sie dort und in Nordwestmecklenburg noch vereinzelt in sehr alten Exemplaren vor; durch die frühere Anpflanzung norddeutscher Sorten in Bergregionen findet man sie auch im Allgäu und in der Schweiz. (nach Jens Meyer/Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt, H.-J. Bannier/Bergischer Streuobstwiesenverein und Wikipedia)
Quellen: Doppelter Prinzenapfel – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Doppelter Prinzenapfel – Bergischer Streuobstwiesenverein · Doppelter Melonenapfel – Wikipedia · Doppelter Prinzenapfel – Pomologen-Verein Obstsorten-Portal · Doppelter Prinzenapfel – Alte Obstsorten im Alpenvorland · Doppelter Prinzenapfel – Obstsortendatenbank
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Davon hatten wir einige in Radevormwald.
Hat ein Hang zu waagerechten Ästen.
Wohlschmeckende, aber meiste zu große (und nur bei guter Belichtung gut ausgefärbte) Früchte, die in der Reife leicht fallen und nur von kurzer Haltbarkeit sind (daher oft nur als Mostapfel nutzbar). Der Baum wächst stark und wird sehr alt und groß. Alte auseinander gebrochene Bäume haben eine erstaunliche Regenerationskraft, allerdings auf schweren Böden etw. krebsanfällig.
Die Früchte reifen nacheinander und sind nicht lange lager- fähig aber sehr gut in der Küche für Mus und Kuchen geeignet.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| GX70yfh | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen | ||
| 066 | Streuobstplantage Spechtsberg | M05 | 2024 |