Walnuss · Juglans regia
Die Meylannaise ist eine Walnusssorte aus dem Dauphiné in Frankreich. Wegen ihrer lang andauernden männlichen Blüte gilt sie als geschätzte Befruchtersorte auch für spät austreibende Sorten. Sie wird als robust beschrieben, zeigt jedoch je nach Standort eine geringere bis starke Krankheitsempfindlichkeit, was bei der Standortwahl berücksichtigt werden sollte.
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Synonyme: Meylanaise
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Die Walnuss 'Meylannaise' (auch 'Meylanaise' geschrieben) bildet einen mittelstark bis stark wachsenden Baum mit halbaufrechter Krone. Ihr wichtigstes Anbaumerkmal ist der sehr späte Austrieb: Sie treibt spät bis sehr spät aus und bleibt dadurch von Spätfrostschäden verschont, was sie für kühlere und spätfrostgefährdete Lagen empfiehlt. Die Sorte gilt als gesund; von Agroscope wird sie zu den Sorten gezählt, die für die Walnussfruchtfliege wenig attraktiv und entsprechend robust sind, und auch im deutschen Pflanzenschutz wird sie unter den spät reifenden, weniger anfälligen Sorten genannt. Gegenüber Bakterienbrand und Marssonina-Blattfleckenkrankheit wird sie als wenig anfällig beschrieben, wobei die Krankheitsempfindlichkeit nach der Literatur je nach Standort sehr unterschiedlich ausfallen kann – von sehr gering bis stark. Das Ertragsverhalten wird als gut bis sehr gut beurteilt; in den Schweizer Sortenvergleichen von Agroscope steht 'Meylannaise' in der Gruppe der guten Sorten, die allerdings einzelne Mängel aufweisen. Wegen ihrer lang andauernden männlichen Blüte ist sie eine geschätzte Befruchtersorte, die auch spät austreibende Sorten gut bestäubt und insbesondere als Befruchter für 'Franquette' empfohlen wird; sie selbst wird als selbstfruchtbar beschrieben, wobei Fremdbestäubung den Ertrag erhöht.
Der Geschmack wird in der Literatur unterschiedlich beurteilt – von leicht ölig bis süß und fein –, insgesamt aber als recht gut eingestuft; der Kernanteil ist hoch, die Schale lässt sich gut knacken. Die Nüsse reifen spät, die Ernte beginnt etwa ab Mitte Oktober.
Die Nüsse sind mittelgroß bis groß und rund. Die Sorte stammt aus dem Dauphiné in Frankreich; ihr Name verweist auf den Ort Meylan bei Grenoble, wo sie im 19. Jahrhundert gefunden worden sein soll. In französischen Nussanlagen ist sie vor allem als Befruchtersorte verbreitet, in der Schweiz und in Deutschland wird sie in Sortenversuchen und Empfehlungslisten geführt und von einzelnen Baumschulen vermehrt. Beschrieben wird sie u. a. bei Szalatnay, Kellerhals, Frei und Müller, „Früchte, Beeren, Nüsse“ (2011). Zusammengestellt nach Agroscope (Sortenvergleiche und Merkblatt Walnussfruchtfliege), Szalatnay u. a. (2011, referiert bei obstgarten.biz) und Hortipendium.
Quellen: Walnuss: Sortenvergleiche und Anbauhinweise (Agroscope) · Agroscope Merkblatt Nr. 96/2018 – Walnussfruchtfliege, Prävention durch Sortenwahl · Walnussfruchtfliege – Hortipendium · MEYLANNAISE – Walnussbaum veredelt (walnuss24.de) · Riednuss – Sortenblätter Franquette / Parisienne (PDF) · Walnuss-Baumschule Walnussmeisterei Böllersen
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-08-11). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Als Befruchter für Fernor gesucht. #Suchliste
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.