Mispel · Mespilus germanica
Westerveld ist eine selbstfruchtende Mispelsorte, die ohne zweiten Bestäuber auskommt. Da ihre Blüte erst ab Mai erscheint, ist sie durch Spätfröste kaum gefährdet. Der Baum gilt als pflegeleicht und schnittverträglich. An den Standort stellt er dennoch Anforderungen: Staunässe sollte vermieden werden, und gegenüber Trockenheit sowie Nährstoffarmut besteht eine geringe Empfindlichkeit, sodass gleichmäßig feuchte Bedingungen günstig sind.
Tafelobst Wirtschaftsobst
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Die Mispel 'Westerveld' wächst aufrecht bis steilaufstrebend, ein- oder mehrstämmig, mit bizarr verzweigten, im Alter runden Kronen; sie erreicht etwa 4–6 m Höhe und 3,5–5,5 m Breite bei einem Jahreszuwachs von 25–45 cm. Wegen ihres aufstrebenden Wuchses wird sie auch gern zur Kultur von Hochstämmen verwendet. Das Holz ist sehr hart, die Bäume können sehr alt werden. Die Sorte ist gut frosthart (Angaben zwischen Klimazone 5b und 6, rund −23 bis −26 °C), windverträglich, robust und pflegeleicht; nach Praxisberichten kommt sie auch mit Hitze und Trockenheit zurecht. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Lagen und einen durchlässigen bis normalen, nährstoffreichen, auch kalkhaltigen Boden; laut Baumschulangabe gedeiht sie auch auf lehmigem, über Winter feuchtem Boden, Staunässe verträgt sie dagegen nicht. Die auffällig großen weißen Blüten erscheinen spät, im Mai bis Juni, und entgehen damit den Spätfrösten; sie sind eine gute Bienen- und Insektenweide. Der Fruchtansatz setzt erst zwei bis vier Jahre nach der Pflanzung ein, der Ertrag ist dann hoch und regelmäßig. Geschnitten werden muss kaum; Auslichtungs- und Rückschnitte erfolgen in der Winterruhe, die Sorte ist schnittverträglich. Vermehrt wird über Samen oder Veredelung, im Handel stehen Veredlungen unter anderem auf Weißdorn und Quitte; Krankheiten schädigen sie nach den vorliegenden Angaben kaum.
Die Früchte reifen im Oktober bis November und werden am Baum nicht genießbar: Erst nach den ersten Frösten oder nach zwei bis drei Wochen Einlagerung weichen sie auf und sind dann weich, teigig und mäßig süß, mit würzigem bis feinsäuerlich-aromatischem Geschmack. Sie eignen sich zum Rohverzehr (das Fruchtfleisch lässt sich aus der Frucht löffeln) und zur Verarbeitung zu Mus, Marmelade und Gelee, zu Früchtetee und Obstwein sowie als würzende Beilage zu Fleischgerichten.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß, rund-apfelförmig und abgeflacht, mit hell- bis mittelbrauner, oft filziger Schale und deutlichen Kelchlippen; das Fruchtfleisch ist weich, der Geschmack wird als aromatisch beschrieben. 'Westerveld' entstand in den Niederlanden um 1975 und trägt im Unterschied zur bedornten Wildform keine Dornen. Sie wird von mehreren deutschen Baumschulen angeboten und ist in der Schweizer Erhaltungsinitiative ProSpecieRara registriert (OB-36596). Die Beschreibung beruht auf dem ProSpecieRara-Merkblatt „Wildobst speziell zum Einmachen", dem Sortenschild-Portal der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) und dem Sortenporträt auf naturadb.de, ergänzt durch die Steckbriefe der Baumschulen Eggert, Horstmann, NewGarden und Grüner Garten.
Quellen: ProSpecieRara: Wildobst speziell zum Einmachen (PDF) · Streuobst in Bayern / LWG: Sortenschilder Mispel (PDF) · NaturaDB: Mispel 'Westerveld' · Baumschule Horstmann: Mispel 'Westerveld' · Baumschule Eggert: Großfrüchtige Mispel Westerveld · Grüner Garten Shop: Mispel Westerveld Halbstamm · Baumschule NewGarden: Deutsche Mispel 'Westerveld' · Baumschule Waldgarten: Mispel · notizen.23.nu: Baum 498 – Westerveld (private Pflanznotizen) · Wikipedia: Dwingeloo-Radioteleskop (Gemeinde Westerveld)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 498 | Streuobstplantage Gartenfeld | I10 | 2026 |