obstdoc — Amboise

Amboise

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Frankreich
Seit
1800
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
pyramidal
Ernte
Anfang November – Mitte November (11A-11C)
Genussreife
Anfang November – Anfang Dezember (11A-12A)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst gut und ist als Pyramide schön zu erziehen; die Sorte wird als gesund und "nicht zu empfindlich gegen Kälte" beschrieben. Sie trägt schon früh reichlich und regelmäßig, wobei die Früchte stets vollkommen ausgebildet werden. Der Autor des Illustrierten Handbuchs der Obstkunde empfiehlt, sie niederstämmig zu ziehen, und hält sie für sehr verbreitungswürdig. Nach Lucas/Oberdieck und der Landwirtschaftsgesellschaft Steiermark trägt sie auch die Namen Graue Herbstbutterbirne bzw. Beurre d'Amboise (frz. Beurré rouge).

Die Frucht schmeckt "sehr süß, gewürzt", das Fleisch ist butterhaft, überfließend und etwas körnig, ähnlich dem der Colmar. Sie wird als äußerlich schöne, länger dauernde Tafelfrucht und zugleich als in der Wirtschaft recht brauchbar bezeichnet. Die Reife tritt Ende November, oft schon früher ein, und die Früchte halten sich rund 4 Wochen in der Reife.

Pomologisch ist die Frucht mehr eirund als birnförmig, oft fast kegelförmig, der Verte longue ähnlich, nach dem Stiel zu kurz und stark abgestumpft; sie ist mittelgroß (nach Diel 2¾" breit, gut 3" hoch). Der Kelch ist hornschalig, kurzblättrig, offen, flach, bisweilen von schwachen Beulen umgeben; der Stiel dünn, holzig, bis 4" lang, obenauf oder ohne Abatz in die Frucht übergehend. Die Schale ist etwas stark, hellgrün, später hell citronengelb, mit feinen Punkten, auf der Sonnenseite stärker und rot gefärbt ("erbartig gerötet"), bisweilen mit etwas Rost. Kernhaus geschlossen, klein, mit vollkommenen, länglich-eiförmigen dunkelbraunen Kernen. Die Herkunft liegt vor dem 19. Jahrhundert; die Sorte galt schon früh als eine der besten bekannten Birnen (Bericht eines Gärtners aus Jerusalem an Diel). Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf der Sortenbearbeitung im Illustrierten Handbuch der Obstkunde (Lucas/Oberdieck, IH Nr. 157), die auf Diel zurückgeht.

Quellen: BUND-Lemgo Obstsortendatenbank: Amboise · Illustriertes Handbuch der Obstkunde, Beschreibung Amboise (PDF) · https://www.bund-lemgo.de/download/Landwirtschaftsgesellschaft_Steyermark-_Beschreibung_der_Obstsorten_in_der_Centralobstbaumschule_am_sta_776_ndischen_Hofe_zu_Gra_776_tz_Lieferung_Birnen_1te_Auflage_Gra_776_tz_1829_2te_Auflage_Gra_776_tz_1844.pdf · https://www.bund-lemgo.de/download/HinkertWilhelmHandbuchderPomologieBandIIBirnenMuenchen1836.pdf · https://www.bund-lemgo.de/download/HaarlanderPeter_Obstbuechlein_Muenchen1859.pdf · http://www.obstsortendatenbank.de/lit/dko.pdf

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-01). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.