Apfel · Malus domestica
Kardinal Bea ist eine Apfelsorte aus dem Kreis Esslingen, die seit 1960 bekannt ist. Geerntet wird sie von Mitte bis Ende September, genussreif ist sie nach kurzer Lagerung von Anfang Oktober bis Ende November. Der Baum gilt als windfest, treibt früh Ertrag und fruchtet hoch und regelmäßig; der Saft gilt als gut und mild und macht die Sorte als Mostobst geeignet. Die Frucht ist pomologisch mittelgroß bis groß. Als Nachteil gelten sperrige, schwer zu erziehende Wuchseigenschaften: schwach verzweigte, kurztriebige Leitäste, die sich mit dem Alter überhängend neigen. Die Krone ist klein, flach und auffallend licht.
Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst
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Der Baum wächst nur mittelstark und verzweigt sich schlecht; er bildet wenige Äste mit kurzen Seitentrieben, sodass die Krone licht und klein bleibt. Im Ertragsalter kippen die Leitäste ab und verursachen einen hängenden Wuchs. Der Ertrag setzt früh ein, ist hoch und regelmäßig, allerdings lassen sich wegen der lichten Krone keine großen Mengen ernten. Die Sorte gilt als sehr robust und gesund, kaum anfällig für Schorf, jedoch etwas anfällig für Blattläuse und Fruchtfäulen (Monilia); aufplatzende Früchte können die Fäule begünstigen. Die Blüte ist mittelfrüh. Die Früchte sind etwas sonnenbrandanfällig und bei Wespen und Hornissen beliebt. Der Baum ist windfest und für den Streuobstanbau empfehlenswert. Zur Förderung der Verzweigung ist häufigerer Schnitt der Leitäste nötig, zudem ein regelmäßiger Überwachungsschnitt gegen vorzeitige Vergreisung.
Geschmacklich ist Kardinal Bea ein mäßiger bis guter Wirtschaftsapfel, der auch als Tafelobst verwendet werden kann. Das Fruchtfleisch ist saftig, feinzellig und süßfruchtig mit wenig Säure; das Aroma ist schwach, bei sehr reifen Früchten mit einer leichten Lakritznote. Die Früchte ergeben einen guten, milden Apfelsaft; als Mostobst sind die Flächenerträge wegen der lichten Krone allerdings zu gering. Die Pflückreife liegt zwischen Mitte September und Anfang Oktober, die Genussreife reicht nur bis November – der Apfel ist nur rund zwei Monate lagerfähig.
Die Früchte sind mittelgroß bis groß, eiförmig abgestumpft und stielbauchig. Die Grundfarbe ist grünlichgelb und nur im Schattenbereich sichtbar, überwiegend ist der Apfel flächig kräftig dunkelrot gedeckt. Die Schale ist glatt, hart und leicht wachsig. Der Stiel ist mittellang und dünn bis mitteldick; die Stielgrube flach bis mitteltief, ringförmig grob oder schuppig berostet. Die Kelchgrube ist mitteltief und mittelweit, meist nur im engen Bereich berostet. Das Fruchtfleisch ist grünlichweiß. Kardinal Bea ist ein Zufallssämling aus Neuhausen auf den Fildern (Kreis Esslingen), um 1960 nach dem Kurienkardinal Bea benannt und von Kreisobstbaufachberater K. Mack empfohlen. Die Sorte kommt vorwiegend in Süddeutschland vor. (Nach H.-J. Bannier / R. Meyer, KOB Bavendorf und BOGL Baden-Württemberg.)
Quellen: Kardinal Bea – Bergischer Streuobstwiesenverein · Kardinal Bea – Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee (KOB Bavendorf) · Kardinal Bea – BOGL Baden-Württemberg · Obstsorten für Streuobstwiese und Hausgarten – MLR-BW (gehostet auf ernaehrungsdenkwerkstatt.de) · Kardinal Bea – Obstsortendatenbank BUND Lemgo
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Sehr robust, guter Geschmack
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| p8csr | Eiserwarr | ||
| 619 | Streuobstwiese der Naturschule Aggerbogen | B08 | 1992 |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Koordinaten |
|---|---|---|
| 4299026048 | Kardinal Bea | %!f(*float64=0xc000bae328), %!f(*float64=0xc000bae340) |
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