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Große Prinzessinenkirsche

Süßkirsche · Prunus avium

Herkunft
Niederlande (Kassel)
Seit
1796
Wüchsigkeit
stark
Ernte
Ende Juni – Anfang Juli (06E-07A)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Große Prinzessinenkirsche (auch Große Prinzessinkirsche, Napoleons Knorpelkirsche, Bigarreau Napoleon) ist eine sehr alte Süßkirschensorte, die vermutlich aus den Niederlanden stammt. Sie wurde nach Truchsess (1819) im Jahr 1796 von Garteninspektor Schwarzkopf in Kassel aus Holland bezogen und war bereits Ende des 18. Jahrhunderts in Deutschland verbreitet, in Böhmen wurde sie später sehr stark angepflanzt.

Der Baum wächst stark und robust. Er bevorzugt gute, nährstoffreiche, durchlässige Kirschenböden; nasse, schwere und feuchte Standorte sind zu meiden, da die Sorte darauf mit Spitzendürre und Gummifluss reagiert. Die Sorte gilt als relativ platzfest; bei Regenwetter springt die Frucht allerdings leicht auf. Sie reift mittelspät in der 4. bis 5. Kirschwoche (Ende Juni bis Anfang Juli). Die Früchte halten sich lange am Baum. Die Sorte zählt zu den rotbunten Kirschen, die generell weniger von Vogelfraß betroffen sind und von der Kirschessigfliege gemieden werden.

Die Frucht ist groß bis sehr groß, rundlich bis herzförmig, reingelb bis orange-leuchtendrot angehaucht, gefleckt und marmoriert mit feiner heller Strichelung, glänzend. Das Fruchtfleisch ist weißlich gelb, fest, jedoch nicht hart, mäßig saftig; der Saft ist farblos. Der Stein ist rundlich mit wenig hervortretender Kante und löst sich leicht vom Fleisch. Der Geschmack ist in voller Reife angenehm süß, gewürzreich und aromatisch, durch eine feine, schwache Säure gehoben. Die Sorte eignet sich als Tafelobst sowie zur Kompott- und Konservenherstellung und lässt sich gut transportieren.

Nach dem historischen Sortenporträt von Löschnig-Müller-Pfeiffer (S. 144), der Genbank Deutsche Genbank Obst sowie Notizen von Carina Pfeffer.

Quellen: Historisches Sortenporträt: Große Prinzessinkirsche (nach Löschnig-Müller-Pfeiffer) · LWG Bayern – Sortenschilder 2025: Süßkirschen (Große Prinzessin / Napoleon) · Hof Großlöderich – Notizen: Große Prinzessinenkirsche

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Mittelspät reifende, süße Kirsche mit angenehm leichter Säure. Sie zählt zu den seltenen rotbunten Sorten und ist sehr wohlschmeckend. Die "Rotbunten", also die hellen Sorten,  sind generell weniger von Vogelfraß betroffen und werden nicht von der Kirschessigfliege befallen. (Carina Pfeffer)

Sehr alte Sorte, möglicherweise aus Holland stammend, bereits Ende des 18. Jahrhundert in Deutschland verbreitet. TRUCHSESS (1819) gibt an, die Sorte 1796 von Garteninspektor Schwarzkopf in Kassel erhalten zu haben, welcher die Sorte aus Holland bezogen habe

(4. -) 5. Kirschwoche.

Laut Literatur ist die Sorte anspruchsvoll in Bezug auf den Standort und reagiert auf schwere, feuchte Böden mit Spitzendürre und Gummifluß.

Grosse Prinzessin (5. KW, regional anfällig für Monilia),

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
041Streuobstplantage GartenfeldN132023