obstdoc — Roter breitrunder Süßapfel

Roter breitrunder Süßapfel

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Rheinland, Deutschland (Schwerpunkt Siebengebirge)

Wirtschaftsobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Rote breitrunder Süßapfel gehört zu den klassischen rheinischen Süßäpfeln mit kaum vorhandener Säure: Das gelblichweiße Fleisch ist fest, etwas trocken und mild, teils mit einem leichten Bitterton. Solche Süßäpfel bildeten im Rheinland das Grundmaterial für Apfelkraut; wegen ihres geringen Säureanteils wurden sie im Krautkessel zuunterst eingefüllt, damit das Kraut nicht anbrennen konnte. Entlang von Rhein und Sieg bestand dafür im 19. und im frühen 20. Jahrhundert eine ausgeprägte Tradition mit mehreren Krautfabriken und verbreitetem häuslichem Krautkochen. Die Süßäpfel standen entsprechend zahlreich in den Obstwiesen, wurden im 20. Jahrhundert aber kaum noch gepflanzt; Altbäume finden sich noch heute in den Streuobstbeständen am Fuß des Siebengebirges, teilweise auch darüber hinaus.

Die Frucht ist breitrund bis breit kegelförmig und um den Kelch breit gerippt. Die glatte, wachsige bis schwach fettige Schale zeigt eine blasse oliv-grünlichgelbe bis grünlichweiße Grundfarbe; voll besonnte Früchte sind flächig tief rosa-purpurrot deckfarbig, vereinzelt mit hellen Schimärenstreifen. Der kurze bis sehr kurze, knopfige Stiel sitzt in einer mittelweiten, mitteltiefen Stielgrube; die Kelchgrube ist unregelmäßig faltig und kantig, die Kelchhöhle groß und breit trichterförmig. Als Verwechsler werden Baumanns Renette und Roter Berlepsch genannt.

Über die Herkunft der einzelnen Süßapfel-Sorten ist laut Quelle kaum etwas bekannt; die Namen der vier im Flyer vorgestellten Sorten gelten als Arbeitstitel. Der Rote breitrunder Süßapfel wurde im Rahmen des LVR-Projekts als regionale Obstsorte des Rheinlands bestätigt und ist in den Handbüchern „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland“ (2012 und 2. Auflage 2017) mit Steckbrief und Farbabbildung enthalten. Die Angaben folgen dem Flyer „Die Süßäpfel am Fuß des Siebengebirges“ des LVR-Netzwerks Umwelt mit den Biologischen Stationen im Rheinland.

Quellen: LVR-Netzwerk Kulturlandschaft: „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!“ (2. Aufl. 2017) – Obstsortenliste

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.