Apfel · Malus domestica
Der Blauer Kölner ist ein Apfel aus Grevenbroich, aus dem Umkreis Uhlhorns, und seit 1885 bekannt. Geerntet wird er von Mitte bis Ende Oktober; gegessen wird er nach der Lagerung, wobei sich die Genussreife über den Winter bis Ende Februar erstreckt. Der Wuchs ist schwach. Für den Streuobstbau gilt die Sorte als eher wenig geeignet.
Tafelobst Wirtschaftsobst
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Der Blaue Kölner ist ein schwachwüchsig er Apfelbaum, der kleine Kronen bildet und insgesamt eine mittlere Vitalität zeigt. Wegen des schwachen Wuchses kommt er für den Haus- und Kleingarten mit kleineren Baumformen in Betracht und ist dort aufgrund seiner guten Fruchtqualität in Privatgärten beliebt; für hochstämmige Obstbäume auf Streuobstwiesen ist er zu schwachwachsend und daher ungeeignet. Die Blüte ist mittelfrüh, und die Sorte gilt als guter Befruchter für andere Apfelsorten (nach Hans-Joachim Bannier und dem LVR-Sortenflyer der Biologischen Stationen im Rheinland).
Die Frucht schmeckt süß aromatisch bei geringer Säure – mildsüß-aromatisch, duftend, genügend saftig – und ist vor allem etwas für Liebhaber süß-aromatischer, kräftig gefärbter Tafeläpfel. Sie findet Verwendung in erster Linie als Tafelapfel für den Frischverzehr; als Wirtschaftsapfel für Dörrobst, Mus oder Kuchen fehlt ihr die nötige Säure. Pflückreif ist die Sorte etwa Mitte bis Ende Oktober, genussreif von der Ernte bis etwa Januar oder Februar; die Früchte sind bis in den Februar lagerbar.
Die Frucht ist mittelgroß, abgerundet kegelförmig, breit und insgesamt etwas kantig; leichte Höcker um den Kelch verlaufen unregelmäßig verteilt als schwache Kanten über die Frucht. Die Grundfarbe ist weißlich-gelb, die Deckfarbe rosarötlich bis tief bläulich-rot, über fast die gesamte Frucht verwaschen streifig bis flächig gehaucht und stark hell bereift; eine natürliche Wachsschicht lässt den Apfel blau schimmern, wird sie abgerieben, erscheint er rot. Das Fruchtfleisch ist weiß bis gelblich-weiß, teils mit einzelnen rötlichen Adern, feinzellig, mittelfest und nicht verbräunend; die Schale ist glatt, glänzend, stark bereift, mitteldick bis dünn, mäßig zäh und im Genuss etwas störend. Die Kelchgrube ist mittelweit und mitteltief, teils mit leichten Rostspuren oder Befilzung, die Stielgrube meist mittelweit und mitteltief; der Stiel ist kurz bis sehr kurz und dünn und ragt kaum aus der Stielgrube heraus. Die Sorte stammt allem Anschein nach aus dem Nachlass des Grevenbroicher Privatzüchters Diedrich Uhlhorn jr. (1843–1915) und wurde vermutlich um 1895 gezüchtet; die Elternsorten sind nicht überliefert, möglicherweise ging sie aus der amerikanischen Sorte McIntosh hervor bzw. ähnelt dieser stark (Verwechsler: Macoun, McIntosh, Spartan). Uhlhorn selbst brachte sie nicht mehr auf den Markt; das Vermehrungsmaterial überdauerte Jahrzehnte in der Neusser Baumschule „Pomona“. Ab 1955 wurde die Sorte durch die Baumschule Peter Nicolin wiedergefunden, benannt und verbreitet. Ihre Verbreitung ist weitgehend auf den Raum zwischen Köln und Neuss beschränkt (Altbäume aus Rhein-Kreis Neuss, Rhein-Erft-Kreis, Stadt Köln und Städteregion Aachen bekannt); sie gilt als gefährdete Regionalsorte des Rheinlands.
Quellen: Blauer Kölner · Beschreibung Obstsorte – Blauer Kölner R (Pomologen-Verein) · Regionale Obstsorten im Rheinland – Blauer Kölner (Flyer PDF) · Blauer Kölner – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo) · Blauer Kölner – Hof Großlöderich, Notizen · Apfel 'Blauer Kölner' M 111 – Harro's Pflanzenwelt · Blauer Kölner regionale Apfelsorte – Grüner Garten Shop · Apfelbaum Blauer Kölner – Biobaumversand (Bioland Baumschule Pflanzlust) · Der Gartenmarkt: 'Geheimnis des Blauen Kölners' · Apfelbaum Blauer Kölner – Pflanzenfreihaus
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Wohl eigentlich vom Niederrhein und als Seitenhieb der Düsseldorfer gegen die Große Schwester im Süden gedacht.
Bäume kommen sehr früh (3. Standjahr) in den Ertrag.
Ende August sind die Früchte von Baum zkHjjW8 und Baum UXqrifD gut zu verzehren.
Angeblich mag er Feuchte nicht. An der Agger stand er feucht und hat sofort Krebs bekommen.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 81SyiAn | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen | ||
| pMO7SUR | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen | ||
| zkHjjW8 | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | D04 | |
| 080 | Streuobstplantage Spechtsberg | J04 | 2024 |
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