Apfel · Malus domestica
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Thurston August
Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek
Der Baum der Sorte Discovery wächst schwach und bleibt klein: anfangs ist der Wuchs noch mittelstark, im Vollertrag lässt er deutlich nach; es entstehen kurze Triebe und eine kleine, breite Krone mit zunächst steilen Leittrieben und dünnen, nach außen leicht überhängenden Seitentrieben. Die Blüte ist früh bis mittelfrüh und etwas witterungsempfindlich; die Sorte ist ein guter Pollenspender. Gegen Schorf und Mehltau ist sie kaum bis gar nicht anfällig (H.J. Bannier bezeichnet Blatt und Frucht als resistent), dagegen gilt sie gegenüber Feuerbrand als stark anfällig (die Schweizer FRUCTUS stuft nur „mittel“ ein), und auf schweren, staunassen Böden ist sie krebs- und kragenfäulegefährdet – solche Standorte sollten gemieden werden, ebenso sehr schwere Böden überhaupt. Bei starker Sommerhitze bekommen die Früchte leicht Sonnenbrandschäden; Halbschatten durch südseitig stehende Bäume wird nach Banniers Erfahrung nicht geschadet, sondern eher vertragen. Die Sorte gedeiht auf lockerem, gutem Boden bis in geschützte mittlere Höhenlagen und eignet sich für alle Erziehungsformen einschließlich Spalier und Topfhaltung; wegen der kurzen Triebe wird die Unterlage MM 106 statt M 9 empfohlen. Sie ist pflegeintensiv: Ein regelmäßiger Überwachungsschnitt erhält die Triebkraft und wirkt einem vorzeitigen Vergreisen entgegen, nach gutem Fruchtansatz sollte ausgedünt werden (größere Früchte, Schutz vor Erschöpfung), und ein Sommerschnitt direkt nach der Ernte sichert höhere Erträge. Für Streuobstflächen ist sie nicht geeignet, als Frühsorte aber eine bewährte Wahl für Haus- und Kleingarten. Der Ertrag setzt früh ein, fällt mittelhoch aus (die Fruchtgröße begrenzt die Masse) und ist regelmäßig, ohne Ausfalljahre; der Baum ist windfest, die Früchte hängen bis zur Baumreife und können mehrfach durchgepflückt werden.
Pflückreife ist Anfang bis Mitte August (Bannier: 14.08.–05.09.), die Frucht ist sofort genussreif. Der Geschmack ist beeren- bis erdbeerartig aromatisch, knackig und süß mit angenehmer Säure; in Banniers Verkostung erreichte sie die Note „besondere Qualität“. Das Fleisch enthält viel Vitamin C. Discovery ist ein Tafelapfel für den Frischverzehr, der wegen seiner Farbe und Größe besonders bei Kindern beliebt ist; zum Backen ist sie ebenfalls geeignet. Kühl gelagert hält sie rund vier (bis sechs) Wochen, im Kühllager bei 3 °C bis Anfang Oktober – für einen Augustapfel bemerkenswert lange, wobei das feine Aroma nach dem Pflücken innerhalb weniger Tage nachlässt.
Die Frucht ist klein bis mittelgroß, regelmäßig flachrund; die glatte, feste Schale ist bei Reife gelb mit verwaschen roten Streifen, sonnenseits auch flächig rot, mit feinen hellen Schalenpunkten; bei anhaltender Trockenheit entstehen häufig Schalenrisse. Der Kelch ist klein und sitzt in einer sehr flachen, weiten Einsenkung; der Stiel ist mittellang bis meist kurz, in teils strahlig berosteter Stielgrube. Das Fruchtfleisch ist fast weiß, feinzellig, fest und saftig, gelegentlich rötlich geadert. Discovery entstand um 1949 in Langham in der englischen Grafschaft Essex, gezüchtet von K. Dummer als Sämling der Sorte 'Worcester Pearmain'; als zweite Elternsorte wurde 'Beauty of Bath' vermutet und inzwischen DNA-analytisch bestätigt. Bis 1962 hieß sie 'Thurston August', wurde dann in 'Discovery' umbenannt und 1963 eingeführt. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt von H. J. Bannier/Rolf Meyer beim Bergischen Streuobstwiesenverein, dem Porträt bei Streuobst in Bayern und dem Steckbrief der Schweizer FRUCTUS.
Quellen: Discovery – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. (BSOWV) · Discovery (Embed) – Bergischer Streuobstwiesenverein · Discovery – Streuobst in Bayern (Sortenporträt) · Discovery – FRUCTUS (Schweiz) · Empfehlenswerte Sorten – Discovery.pdf, Gartenbauvereine GAP · Discovery – Adam's Apples (Blog) · Discovery Apple – Sonneruplund.dk · Discovery – Avalou Plabenneg (Vereinsfiche) · Discovery – Herzapfelhof
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Frühapfel, schlecht für Saft.
Neigt zu Sonnenbrand. Wächst nicht so toll.

Manchmal rotes Fruchtfleisch.

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.
Gefunden über das Wikidata-Objekt und die Wikipedia-Artikel. Die Bilder liegen bei Wikimedia Commons; Rechte und Bedingungen stehen auf der jeweiligen Dateiseite.