obstdoc — Arenbergs Colmar

Arenbergs Colmar

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Belgien, Besitzung des Herzogs von Arenberg
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Ernte
Mitte Oktober – Ende Oktober (10C-10E)
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Dezember (10A-12E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Arenberg's Colmar IH.145, Colmar d'Arenberg, Kartoffel Birne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst kräftig bis stark und ist bemerkenswert fruchtbar: Er trägt bereits als zweijährige Veredlung, der Ertrag ist hoch, und die Sorte wurde „wegen ihrer frühen und großen Fruchtbarkeit zu empfehlen". Wird er auf Quitte als Busch erzogen, muss er laut Illustriertem Handbuch der Obstkunde stark geschnitten werden.

Die Reife wird im Illustrierten Handbuch als „Herbst bis Winter" eingeordnet; die Texttafel der Gartenzeitschrift „Nach der Arbeit" nennt als Pflückreife Mitte bis Ende Oktober bei rund 14 Tagen Haltbarkeit und rechnet die Sorte zu den Herbstbirnen, während die Deutsche Genbank Obst eine Erntereife von Oktober bis November und eine Genussreife von Oktober bis Dezember angibt. Das Fruchtfleisch ist weißgelb, fein und schmelzend, wenig gezuckert und ohne besonderes Aroma; nach der Genbank ist es „halb ein, halbschmelzend" und nicht saftreich, und ein gewürztes Aroma bildet sich nur in besten Böden. Verwendet wird die Frucht als Tafel- und Wirtschaftsbirne.

Die Frucht ist groß bis sehr groß, bauchig-kegelförmig (auch als birnförmig-kreiselförmig beschrieben), nach dem Stiel zu stark verlängert, stumpfspitz, ungleich und beulig. Der Kelch ist klein, offen, schwach eingesenkt und oft verschoben; der Stiel ist ziemlich stark, dunkelbraun, etwas vertieft und sitzt in Beulen. Die dünne Schale ist zart lichtgrün und später zitronengelb, feingrün oder braun punktiert, mehr oder weniger zersprengt berostet, sonnseits manchmal mit rosa Anflug; das geschlossene Kernhaus enthält große, längliche, schwarzbraune, zum Teil taube Kerne. Die Sorte wurde wahrscheinlich von Van Mons in Belgien erzogen und später namenlos auf der Besitzung des Herzogs von Arenberg wiedergefunden, weshalb sie sich in Belgien, Frankreich und Amerika verbreitete; noch in den 1930er bis 1950er Jahren galt sie als ziemlich verbreitet und in den meisten Baumschulen erhältlich, heute wird sie als Sorte der Deutschen Genbank Obst erhalten. Synonyme sind Colmar d'Arenberg, Arenberg's Colmar IH.145 und Kartoffel(birne). Die Beschreibung beruht auf dem Illustrierten Handbuch der Obstkunde (Bd. 2, Bivort und Bavay, 1860), wiedergegeben in der Texttafel Nr. 305 der Gartenzeitschrift „Nach der Arbeit" (1935–1956), sowie auf dem Sortenpassport der Deutschen Genbank Obst.

Quellen: Arenbergs Colmar – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo) · Texttafel Nr. 305 „Arenbergs Colmar", Gartenzeitschrift „Nach der Arbeit" (1935–1956), PDF · Passport / Sorte Arenbergs Colmar – Deutsche Genbank Obst

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-03). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.