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    "Landsberger Reinette",
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    "beschreibung": "Die Landsberger Renette wächst in der Jugend stark, mit meist schräg aufrechten Leitästen, und bildet mittelgroße, reich verzweigte, meist breitkugelige Kronen; historische Tafeln betonen, dass sie bis ins hohe Alter freudig wächst und schöne, kräftige, gerade Stämme bildet, weshalb sie auch zur Zwischenveredelung als #Stammbildner dient. Der Ertrag setzt früh ein und ist willig, reich und regelmäßig; damit lässt die Wuchskraft nach, sodass der Baum regelmäßig ausgelichtet werden sollte (Fruchtholzschnitt mittellang, Leittriebe lang), um Wuchs und Fruchtqualität zu erhalten. Die Blüte erscheint mittelfrüh, hält lange an und ist wenig empfindlich; die Sorte gilt als guter Pollenbildner und Bestäuber für andere Apfelsorten – das Erhalternetzwerk nennt sie diploid, das Projekt „1000 Obstbäume für die Frankenalb“ dagegen triploid; gleichzeitig blühen nach Wageningenser Angaben u. a. Ribston Pippin, Manks Codlin und Gravensteiner. Deutlich anfällig ist sie für Schorf, Mehltau und Obstbaumkrebs; nach Genbank-Evaluierungen kommen starke Druckfleckempfindlichkeit, Anfälligkeit für Apfelmosaikvirus, Blatt- und Blutlaus sowie mäßige Stippe hinzu, während Holz und Blüten ziemlich frostwiderstandsfähig sind. Das Holz gilt allerdings als brüchig – bei vollem Behang oder Schneedruck, etwa in Gebirgslagen, können Äste ausbrechen. Dem entspricht ein hoher Standortanspruch: ein lockerer, durchlässiger Boden, der weder zu schwer/nass noch zu trocken sein darf; nasse und nährstoffarme Böden begünstigen Krebs, warme und trockene Lagen Mehltau, windgeschützte, eingeschlossene oder Waldrandlagen den Schorf. Bewährt sind kühle, höhere, windoffene und gut durchlüftete Lagen (z. B. Feldwege auf Kuppen); je kontinentaler und lufttrockener das Klima, desto besser gedeiht die Sorte – H.-J. Bannier rät für Westfalen von der Pflanzung eher ab. Eine Baumschulangabe nennt die Pflanzen zudem empfindlich gegen Schwefel und Kupfer. Die Früchte sitzen sehr fest am Baum und werden kaum vom Wind abgeworfen, weshalb die Sorte historisch als Halb- und Hochstamm für Garten, Feld und breite Straßen empfohlen wurde; sie gedeiht auf allen Unterlagen, lässt sich in fast allen Formen ziehen (Busch, Zwerg, Spalier an Ostwänden, waagrechte Kordons, Pyramide) und steht auch heute noch regelmäßig in alten Streuobstbeständen.\n\nDie Frucht ist feinaromatisch und mild süßsäuerlich („süßweinig“), saftig, mit sortentypischem, aber nicht intensiv hervortretendem Aroma; entscheidend ist die Belichtung – gut besonnte Früchte schmecken deutlich besser, Schattenfrüchte neigen zur Fadheit. Bannier bewertet den Geschmack mit Note 2 (Skala 1 = sehr gut); ältere Pomologen stuften ihn als Tafelapfel „zweiten Ranges“, zugleich als guten Wirtschafts- und – bei nahem Absatz – Marktapfel ein. Hauptverwendung ist der Tafelapfel; daneben dient die Sorte als Wirtschafts- und Mostapfel und eignet sich nach historischer Tafel gleichermaßen für Koch-, Dörr- und Backzwecke, neuere Projekte nennen zudem Mus und Keltern (Apfelwein, Süßmost). Pflückreife ist Anfang bis Mitte Oktober (Ernte etwa 3.–17. Oktober), Genussreife ab Oktober/November; gelagert hält sich die Frucht je nach Angabe bis Ende Dezember, Januar oder Februar, im Kühllager nach einer Projektangabe sogar bis März – historische Tafeln raten jedoch, sie bald nach Weihnachten zu verbrauchen, weil sie dann an Wert verliert. Auf dem Lager welken die Früchte nicht, die Schale wird leicht wachsig bis fettig; wegen der feinen, druckempfindlichen Schale eignet sich die Sorte nicht für weiten Versand.\n\nDie Frucht ist mittelgroß bis groß (65–85 mm breit, 50–60 mm hoch), abgerundet kegelförmig bis plattrund, zum Kelch hin verjüngt und um den Kelch schwach kantig. Die dünne, glatte, glänzende, nicht bereifte Schale ist zuerst gelbgrün und reift weißlichgelb bis strohgelb an; die bräunlich-orange (seltener purpurrötliche) Deckfarbe liegt als verwaschene Haube meist auf nur etwa einem Drittel der Frucht und fehlt bei Schattenfrüchten oft ganz; dazu treten zahlreiche sehr kleine bräunliche Punkte. Der mittellange bis lange, dünne, hölzerne Stiel ragt weit aus der samtartig fein berosteten Stielgrube hervor; der Kelch ist geschlossen bis halboffen und liegt in einer von Falten umgebenen Grube. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, feinzellig, locker bis mittelfest und sehr saftig; das hohlachsige, meist offene Kernhaus enthält gut entwickelte, kastanienbraune Kerne. Die Sorte wurde um 1840 vom Justizrat Burchardt in Landsberg an der Warthe (heute Gorzów Wielkopolski, Polen) aus Samen gezogen – Wikipedia führt sie als Sämling von Harberts Renette –, der um 1850 erste Früchte und Reiser an die führenden Pomologen seiner Zeit sandte; 1874 empfahl sie die Versammlung deutscher Pomologen in Trier zur allgemeinen Anpflanzung, 1877 in Potsdam zur Pyramidenerziehung. Rasch fand sie weite Verbreitung in Mittel- und Osteuropa (besonders Steiermark, Böhmen, auch Bayern) und ist in Deutschland heute in den östlichen und südlichen Regionen häufiger als im Norden und Westen. Klassische Beschreibungen liefern das Illustrirte Handbuch der Obstkunde (Nr. 328), Engelbrechts Deutschlands Apfelsorten, Deutschlands Obstsorten (1905–1934) und „Unsere besten Deutschen Obstsorten“ (um 1930); die vorliegende Darstellung stützt sich vor allem auf Hans-Joachim Banniers Sortenporträt von 2025 (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt) und seinen Beitrag beim Bergischen Streuobstwiesenverein.",
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  "herotext": "Die Landsberger Renette ist ein Apfel, der durch Frosthärte auffällt: Holz und Blüten gelten als ziemlich frostwiderstandsfähig, die mittelfrühe, lang anhaltende Blüte ist wenig empfindlich und setzt willig an, sodass Spätfrostgefahr das Risiko mindert. Die Früchte eignen sich für Mus und zum Dörren. Dem stehen die brüchigen Äste gegenüber, die bei vollem Behang oder Schneedruck ausbrechen können. Daneben findet die Sorte Verwendung als Unterlage und Stammbildner.",
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