obstdoc — Lübecker Sommer-Bergamotte

Lübecker Sommer-Bergamotte

Birne · Pyrus communis

Herkunft
Lübeck, Norddeutschland (vermutlich ältere Sorte unbekannten Ursprungs)
Seit
1866
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
rundlich-breit
Ernte
Ende August – Anfang September (08E-09A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Mitte September – Ende September (09C-09E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst

#stammbildner

Synonyme: Sommerbergamotte

Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst zunächst stark, später mittelstark und bildet eine eher birnenuntypische, rundlich-breite Krone. Er trägt fast alljährlich. Die Blüte erscheint mittelfrüh, ein Blütenstand trägt neun Blüten; die Sorte ist diploid. An schlecht durchlüfteten Standorten ist sie leicht schorfanfällig, ansonsten gilt sie als robust. Sie gilt als streuobsttaugliche Tafelbirne für Norddeutschland; alte Bäume finden sich noch regelmäßig in Nordwestmecklenburg, seltener in Schleswig-Holstein.

Die Frucht ist eine kleine, frühe Tafelbirne: Das Fleisch wird nach kurzer Lagerung voll schmelzend und schmeckt süß mit schwacher Säure, aromatisch und angenehm würzig. Die Pflückreife fällt in die Zeit von Ende August bis Anfang September, die Frucht reift folgernd und lässt sich etwa 14 Tage aufbewahren. Neben dem Frischverzehr eignet sie sich als Kochbirne – klassisch für das Gericht „Birnen, Bohnen und Speck“ – ebenso wie zum Dörren.

Die kleine, kugelige, beidseitig abgeplattete Bergamotte ist zum Stiel gerundet bis minimal eingezogen, mit tiefer Stielgrube und meist kurzem Stiel; die weite, flache Kelchgrube trägt einen offenen Kelch mit sternförmig aufliegenden Kelchblättern. Die grünlichgelbe Grundfarbe ist unter einem feinen, hellbraun-graubraunen dünnen Rost kaum sichtbar, eine Deckfarbe kommt nicht vor; Achse geschlossen, Kerne gut ausgebildet. Oberdieck beschrieb die Sorte 1866 erstmals im „Illustrirten Handbuch der Obstkunde“ (Band 5, Nr. 369); er erhielt sie vom Kunstgärtner Hartwig in Lübeck unter dem Namen Sommerbergamotte und fügte den Zusatz „Lübecker“ hinzu – vermutlich eine ältere Sorte unbekannten Ursprungs, die um Lübeck schlicht als Sommerbergamotte verbreitet war. Von Lübeck wurden die Früchte bis nach Schweden gehandelt, wo auch Bäume Einzug hielten und in schwedischen Pomologien erwähnt werden. Heute wird die Regionalsorte als stark gefährdet eingestuft; sie findet sich außer in Nordwestmecklenburg und Schleswig-Holstein nur noch in Sammlungen. Zur Roten Bergamotte besteht Verwechslungsgefahr – diese reift einen Monat später und ist etwas niedriger gebaut. Nach den Sortenporträts von obstsortenerhalt.de (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt) und dem Obstsorten-Portal des Pomologen-Vereins.

Quellen: Lübecker Sommerbergamotte – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Lübecker Sommerbergamotte R – Obstsorten-Portal des Pomologen-Vereins · Lübecker Sommerbergamotte – Wikipedia

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#stammbildner

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.