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  "id": "9r031v5cj8",
  "name": "Madame Verte",
  "slug": "madame-verte",
  "url": "https://treedoc.foxel.org/sorten/9r031v5cj8/",
  "fruchtart": "Birne",
  "species": "Pyrus communis",
  "seit_jahr": 1810,
  "herkunft": "Belgien (St. Josse-ten-Noode bei Brüssel)",
  "ernte": {
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    "text": "Mitte Oktober – Ende Oktober",
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    "text": "Ende November – Mitte Januar",
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  "bluete": "mittelspät bis spät",
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  "wuchsform": "breitpyramidal, ausladend",
  "gefaehrdung": "in Baumschulen erhältlich",
  "verwendung": [
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      "name": "Tafelobst",
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  "tags": [
    "gesund",
    "zukunftssorte"
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  "synonyme": [
    "Besi de Caen",
    "Beurré de Caen"
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  "notiz": "[Madame Verte auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/9r031v5cj8/)\n\n#gesund\n\nVon Jan Bade zum weiteren Anbau empfohlen.\nWinterbirne. #zukunftssorte",
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    "beschreibung": "Der Baum wächst nur schwach bis mittelstark und wird nicht besonders groß; er lässt sich in allen Erziehungsformen ziehen, eignet sich besonders für Spalier und Kleinformen, in wärmeren Lagen aber auch für den Hochstamm, und gedeiht gut auf Quitte. Er gilt als gesund und wüchsig: Nur mäßig anfällig für Schorf, etwas anfällig für Birnengitterrost und stärker für die Weißfleckenkrankheit, nicht dagegen für Sonnenbrand. Verlangt werden warme, genügend feuchte und gute Böden; kalte, trockene Standorte werden nicht vertragen, gut durchlüftete Lagen werden empfohlen. Der Anbau ist bis in Mittelgebirgslagen (350 m) empfohlen, nach älteren Angaben kommt die Sorte aber auch in höheren Lagen gut fort und reift – anders als etwa die Gräfin von Paris – auch auf kühleren Standorten mit schweren Böden zuverlässig; Baumschulangaben nennen eine gute Winterhärte bis etwa −28 °C. Die Blüte erscheint mittelspät bis spät (April/Mai) mit rund acht Blüten je Blütenstand; die Sorte ist diploid und benötigt eine Befruchtersorte (genannt werden u. a. Boscs Flaschenbirne, Gellerts Butterbirne, Gräfin von Paris, Köstliche von Charneu, Tongern, Vereinsdechantsbirne und Williams Christ). Der Ertrag setzt mittelfrüh, ab dem 5.–7. Standjahr ein und fällt danach mittelhoch bis sehr hoch und regelmäßig aus; an manchen Orten bleiben die Erträge allerdings ohne erkennbare Ursache gering. Die Früchte sitzen bis zur Baumreife windfest am Baum. Für den Hausgarten gut und für das Streuobst gerade noch geeignet; die Sorte ist in der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten.\n\nDas halbschmelzend bis schmelzende, saftige Fruchtfleisch ist süß, fein weinsäuerlich und zart bis kräftig aromatisch-würzig; die Sorte gilt als wohlschmeckende Winterbirne. Sie dient vor allem als Tafelbirne, daneben als Wirtschaftsfrucht, zu Kompott und zum Einkochen – dabei wird die Frucht süß und erhält eine rötliche Farbe; einzelne Baumschulen nennen zusätzlich ihre Eignung zum Backen. Geerntet wird erst zur Baumreife, Mitte bis Ende Oktober; ein früherer Pflücktermin führt zu welken, fäulisanfälligen Früchten. Genussreif ist die Frucht etwa von Ende November bis Mitte Januar (je nach Quelle schon ab November/Dezember). Im Naturlager hält sie 2–3 Monate, in warmen Lagen nur etwa einen Monat; eine laufende Kontrolle ist nötig, weil die Früchte außen noch fest sein können, während sie innen bereits teigig werden und von innen heraus faulen. Im Kühllager bei 0 °C sind 5–6 Monate möglich.\n\nDie Frucht ist klein bis mittelgroß (historisch 85 mm hoch, 70 mm breit), kurz-birnen- bis kreiselförmig bzw. abgestumpft kegelförmig und teils dickbauchig; die Kelchgrube ist flach mit Ringrost, der Kelch weit offen mit hornartigen Blättchen. Der kurze, holzige, grünlichbraune Stiel steht meist aufrecht oder wird von einem kleinen Fleischwulst seitlich gedrückt. Die raue Schale ist meist fast vollständig mit dunkelbraunem Rost überzogen, der in rauen Lagen besonders dicht wird; darunter schimmert die gelblichgrüne Grundfarbe, gelegentlich eine Ahnung einer rötlichen Deckfarbe. Typisch sind Lentizellen als auffällige Rostpunkte. Das gelblichweiße bis lachsfarbene Fleisch ist saftig, schmelzend und würzig-aromatisch. Die Sorte entstand um 1810 (teilweise wird auch 1820 angegeben) in Belgien: Der Samenzüchter Kevers aus St. Josse-ten-Noode bei Brüssel benannte sie nach seiner Schwester, die an einen Herrn Verté verheiratet war; wahrscheinlich geht sie auf eine Züchtung van Mons zurück. Über Frankreich kam sie als Beurré de Caen bzw. Besi de Caen nach Deutschland, wurde von Oberdieck beschrieben und empfohlen und daraufhin rasch verbreitet, auch in Österreich. Heute gilt sie neben Gräfin von Paris und Nordhäuser Winterforelle als eine der Winterstandardsorten des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt und ist noch relativ weit verbreitet, sowohl im Streuobst als auch in Hausgärten und im Baumschulsortiment. Ältere Literatur: Oberdieck, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde, Supplement Birnen, Nr. 754; Deutschlands Obstsorten, Lief. 3, Nr. 33; Petzold, Birnensorten (1982). Die Beschreibung beruht auf den Sortenporträts des Bergischen Streuobstwiesenvereins (J. Bade/R. Meyer) und des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt (J. Meyer), dem Passport der Deutschen Genbank Obst sowie einem historischen Zeitschriftenartikel (1935–1956).",
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        "title": "Passport / Sorte Madame Verté – Deutsche Genbank Obst",
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        "title": "Madame Verté – Obstparadies, Bezirksverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg",
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        "title": "Birne Madame Verté (PDF des Bezirksverbands Bamberg)",
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        "url": "https://www.alte-obstsorten-online.de/Birnenbaum-Wintersorten/winterbirne-madame-vert--.html",
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        "title": "Birnbaum Madame Verte – Biobaumversand / Baumschule Pflanzlust (Shop)",
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    ]
  },
  "herotext": "Die aus Belgien stammende Birne ‚Madame Verte‘, bekannt seit 1810, gilt als gesunde und frostharte Sorte, die mit ihrer späten Blüte im April oder Mai dem Spätfrost entgeht und eine gute Winterhärte bis etwa −28 °C mitbringt, was sie zu einer Zukunftssorte im Klimawandel macht. Ihre Früchte werden von Mitte bis Ende Oktober geerntet und sind von Ende November bis Mitte Januar genussreif; sie eignen sich besonders gut zum Backen. Die Sorte ist diploid und kann als Befruchter dienen.",
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      "titel": "Besonders gut zum Backen · belegt mit: „einzelne Baumschulen nennen zusätzlich ihre Eignung zum Backen“",
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