Apfel · Malus domestica
Der Westfälische Gülderling ist ein Apfel, dessen Stärke im Baum liegt: Er wächst auffällig vital, gilt als gesund und erreicht ein hohes Alter. Damit steht eine Sorte zur Verfügung, die auf lange Standzeiten angelegt ist und wenig Anfälligkeit mitbringt.
Wirtschaftsobst Mostobst
Synonyme: Noblesse, Westfälischer Gulderling
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Der Westfälische Gülderling ist eine starkwüchsige Apfelsorte mit wenig verzweigter, überhängender Krone. Der Baum gilt als gesund und robust: Hans-Joachim Bannier beschreibt ihn als kaum krankheitsanfällig; die Deutsche Genbank Obst bewertet den Schorfbefall am Blatt als schwach, an der Frucht als nicht vorhanden und Mehltau am Blatt als schwach. Als typische Streuobstsorte wird sie für Obstwiesen empfohlen (die Anbaueignung gibt Bannier als eingeschränkt an) und war über Generationen fester Bestandteil der westfälischen Hochstamm-Sortimente, etwa bei Lenders (Ausgaben 1925–1937), im Sortenverzeichnis der Landwirtschaftskammer Westfalen-Lippe von 1951 und im Hochstammsortiment des Kreises Lippstadt von 1954; gegenwärtig steht sie unter anderem im Sortengarten Kürten-Bechen des Bergischen Streuobstwiesenvereins. Bei Fruchtreife neigen die Früchte zum Fruchtfall. Als Besonderheit gilt die Sorte als geeigneter Befruchter für späte Apfelsorten.
Die Frucht ist sehr hart und wird zur Baumreife saftig, später jedoch rasch mürbe; auf dem Lager trocknet sie schnell aus. Das Fruchtfleisch schmeckt weinsäuerlich bis angenehm sauer und ist fest und aromatisch; auf Banniers Geschmacksskala (1 = sehr gut) erhält sie die Note 3+. Die Sorte wird überwiegend als Mostapfel genutzt, daneben eingeschränkt als Wirtschaftsapfel; in Westfalen gehörte sie traditionell zu den geschätzten Apfelkuchen-Sorten und ist zum Kochen und Backen geeignet, zum frischen Verzehr wird geschälter Verzehr empfohlen. Geerntet wird vom 1. bis 14. Oktober; da die Früchte bei Vollreife abfallen, ist der „richtige“ Erntezeitpunkt für Einlagerungsäpfel schwer zu bestimmen. Die Genussreife erstreckt sich von Oktober bis Dezember; die Lagerfähigkeit wird mit einem Monat (nach Bannier) bzw. einer Haltbarkeit bis Dezember (Deutsche Genbank Obst, Wikipedia) angegeben.
Mittelgroße, walzenförmig-hochgebaute, typisch kantige Frucht; Grundfarbe gelbgrün, Deckfarbe rot und nur gering ausgebreitet, streifig-flammend; zahlreiche helle Schalenpunkte; Fruchtfleisch gelblich, fest und saftig. Der Westfälische Gülderling ist eine westfälische Regionalsorte, die vor 1930 erstmals erwähnt wurde; die Gulderlinge bilden als Ganzes eine sehr alte Sortengruppe. Sein Verbreitungsgebiet umfasst Nordrhein-Westfalen und das Weser-Ems-Gebiet, wo die Sorte bis heute weit verbreitet ist; Synonyme sind „Noblesse“ und „Westfälischer Gulderling“. Die Darstellung stützt sich vor allem auf das Sortenporträt von H.-J. Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein), das Passport der Deutschen Genbank Obst und den Wikipedia-Artikel.
Quellen: Westfälischer Gülderling – Sortenporträt von H.-J. Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein) · Westfälischer Gülderling – Passport (Deutsche Genbank Obst) · Westfälischer Gülderling – Wikipedia · Westfälischer Gülderling (Heimatverein Gebstedt, Textquelle naturadb.de) · Schwiegershausen: Das Apfelhochstammsortiment im Kreise Lippstadt (1954) · Sternschulte/Scholz: Obst in Westfalen (Münster 1990) – Sortenverzeichnis
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Baumwart Dimon hat einen Superbaum Damit.
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.
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