Apfel · Malus domestica
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Rau Ananas (NO), Roter Ananasapfel, Röd Ananas (DK), Rött Ananasäpple (SE)
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Der Rote Ananasapfel wächst ausgesprochen schwachwüchsig; die Sorte kommt früh in den Ertrag und muss regelmäßig verjüngt werden. Sie gilt als unempfindlich und ist nach dem Sortenportrait des Erhalternetzwerks nicht schorfempfindlich; sie ist diploid. Für Streuobstwiesen ist sie wegen ihres schwachen Wuchses ungeeignet, für den Hausgarten auf mittelstarker Unterlage dagegen gut geeignet.
Die Frucht ist ein guter, saftiger Tafelapfel mit für einen Frühapfel sehr ausgewogenem Geschmack. Pflück- und Genussreife fallen in die Zeit von Mitte August bis Anfang September, etwa zwei Wochen nach dem Weißen Klarapfel; die Sorte reift deutlich folgernd, also nach und nach am Baum. In Dänemark steht sie bis heute im Erwerbsanbau.
Die Frucht ist klein bis mittelgroß, kegel- bis hochkegelförmig, im Querschnitt durch kelchseitige Wülste und Falten etwas unregelmäßig bis kantig. Die Grundfarbe ist weißlich; bei viel Sonne wird die Frucht flächig rot überzogen und zeigt dann eine bläuliche Bereifung, in den Übergängen zur Grundfarbe ist die Deckfarbe marmoriert. Auf der Fruchtfläche selbst tritt keine Berostung auf, nur in der flachen bis mitteltiefen Stielgrube eine sehr dünne, dort bleibende Berostung. Der Stiel ist kurz, mitteldick, teils knopfig; der geschlossene Kelch sitzt in einer flachen Kelchgrube mit Wülsten und Falten, seine hochstehenden Blätter sind grau bemehlt (eine frühere Fassung des Portraits nennt den Kelch offen bis halboffen). Die Kelchhöhle ist groß und trichterförmig, oft mit anschließender Röhre, die Achse ist offen, die Kerne sind meist gut ausgebildet und klein. Als Verwechsler wird der Mantet genannt, der ähnlich früh reift und ähnlich schmeckt, aber kelchseits keine Wülste und keine Röhre aufweist und größere Kerne hat. Als Herkunft vermutet man eine alte deutsche Sorte, die schon bei Christ (1802) und Dittrich (1839) erwähnt wird, wobei unklar ist, ob es sich um die heutige Sorte handelt; in den skandinavischen Pomologien (Schweden, Dänemark, Norwegen) ist die Sorte sicher belegt. Heute ist sie in Deutschland sehr selten (Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern) und gilt als stark gefährdet. Ältere Literaturangaben finden sich u. a. bei E. Lucas (Pomologische Monatshefte 1867 und 1888, Kernobstsorten Württembergs 1854), Engelbrecht (Deutschlands Apfelsorten 1889), Pedersen (Danmarks Frugtsorter 1937) und Stedje/Skard (Norsk Pomologi 1939). Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf dem Portrait des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt von Jens Meyer und dem Sortenportal des Pomologen-Vereins.
Quellen: Roter Ananasapfel · Roter Ananasapfel
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Sehr leckerer Fr it hapfel
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.