obstdoc — Court-Pendu Gris

Court-Pendu Gris

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Frankreich
Seit
1423
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
hochkugelförmig
Ernte
Ende Oktober – Anfang November (10E-11A)
Genussreife
Anfang November – Ende April (11A-04E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Calamila, Calamine, Camalania, Capendu, Capendu reinette, Court-Pendu doré, De Capendu, De Carpendu, De Cas-Pendu, De Quapendu, De Romeau, De courpendu, Grauer Kurzstiel, Gros Courpendu, Gros-Court pendu, Petit courtpendu, Reinette Courtpendu

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Court-Pendu Gris (deutsch: Grauer Kurzstiel) ist eine sehr alte, ursprünglich französische Apfelsorte, die als Baum stark wächst und eine hochkugelförmige Krone mit etwas abstehenden Ästen bildet. Nach Lucas ist er sehr fruchtbar und gedeiht in Lehmboden wie in Sandboden gleich gut. Er blüht unter allen Äpfeln am spätesten und leidet daher selten durch Frühjahrsfröste; Lucas empfiehlt ihn ausdrücklich zur Bepflanzung von Landstraßen, selbst in rauhen Lagen. Nach Leroy ist das Holz stark, die zahlreichen Rameaux sind dick, ziemlich kurz, stark behaart und dunkelbraun; durch seine Kraft und schöne Verzweigung eignet sich die Sorte für den Hochstamm wie für jede Zwergform. Nach Beobachtungen eines bretonischen Erhaltungsvereins ist der Baum sehr verzweigt und wirr, mit langen, weichen, überhängenden Ästen, sodass die Krone ausgelichtet werden muss. Zur Krankheitsanfälligkeit liegen widersprüchliche Angaben vor: eine französische Sortenkartei nennt ihn sehr anfällig für Schorf (Tavelure), während andere Quellen von hoher Schorfresistenz sprechen; eine französische Baumschule beurteilt ihn als sehr wenig krankheitsanfällig. Über eine gute Transportfähigkeit und Langlebigkeit der Früchte sowie über die winterharte, robuste Natur der Sorte berichten schon die ältesten Quellen.

Die Frucht reift sehr spät: geerntet wird Ende Oktober bis November, die Genussreife reicht je nach Quelle von November bzw. Dezember bis in den April. Das Fleisch ist gelblichweiß, fein, fest, saftreich und knackig, sehr süß mit leichter Säure und einem aromatischen, leicht zimtartig und schwach anisartig empfundenen Duft. Nach Lucas hat der Apfel einen gewürzhaften, gezuckerten, weinigen Reinettengeschmack und ist ein sehr guter Tafelapfel, zugleich hervorragend für die Wirtschaft, den Markt und für Most geeignet; er wird roh wie gekocht verwendet. Die Lagerfähigkeit ist außerordentlich lang, schon Ruel (1536) berichtete, die Früchte hielten ein Jahr, mit Vorsicht sogar zwei.

Pomologisch ist die Frucht mittelgroß bis untermittelgroß, flachkugelförmig, meist 55–70 mm hoch und breit, oft etwas unregelmäßig und unsymmetrisch gebaut; der Stiel ist charakteristisch sehr kurz und dick, worauf der Name („kurzer Stiel“) verweist, und sitzt in einer weiten, tiefen, berosteten Stielgrube. Die Schale ist rauh, vom Baum hellgrün, später gelblichgrün bis gelbbraun, auf der Sonnenseite schwach bräunlich überlaufen und mehr oder weniger mit zimt- bis goldbraunem Rost bedeckt. Der Kelch ist halboffen bis offen, in enger, tiefer, schüsselförmiger Einsenkung. Die Sorte ist die älteste der verschiedenen Court-Pendu-Apfel, schon vor 1400 unter dem Namen Capendu in Frankreich (insbesondere der Normandie), Italien und der Schweiz verbreitet und im 16. Jahrhundert als beste Apfelsorte Europas geschätzt; in Deutschland ist sie als Grauer Kurzstiel häufig und bereits 1423 beschrieben. Die Angaben folgen dem Illustrirten Handbuch der Obstkunde (Lucas/Oberdieck), André Leroy (Dictionnaire de Pomologie, hier nach fruitiers.org), der Deutschen Genbank Obst sowie der Sortenkartei des bretonischen Vereins Avalou Plabenneg.

Quellen: Deutsche Genbank Obst – Passport Court-Pendu Gris (id 1513) · WUR Specol – Lucas/Oberdieck, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde No. 236: Grauer Kurzstiel · Fruitiers.org – Pommier 'court pendu gris' · Avalou Plabenneg – Fiche Court pendu gris

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3 + deepseek/deepseek-v4-flash, 2026-10-22). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.