Birne · Pyrus communis
Die Kuhfuß ist eine alte Birnensorte aus Hannover, die seit 1852 bekannt ist. Sie wird früh geerntet, von Ende August bis Mitte September, und reift dann ab Anfang September bis Ende September für den Verzehr. Der Geschmack ist süß und leicht würzig; getrocknet ergibt die Frucht ein Dörrobst mit feinem Vanillearoma. Als triploide Sorte ist sie als Befruchter unbrauchbar, wächst starkwüchsig und kann sehr große, eichenartige Kronen ausbilden. Der Ertrag setzt spät ein, fällt später jedoch hoch und regelmäßig aus.
Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst
Synonyme: Westfälische Glockenbirne
Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek
Die Sorte Kuhfuß ist eine triploide, sehr starkwüchsige Wirtschaftsbirne. Alte Bäume können eichenartige Ausmaße erreichen, weshalb bei Streuobstpflanzungen ein Baumabstand von 12 m eingehalten werden sollte. Der Baum gilt als sehr robust und stellt keine besonderen Wärmeansprüche; er bevorzugt warme und feuchte Böden und gedeiht in schwerem Boden besser als in leichtem. Der Anbau wird bis in Mittelgebirgslagen um 350 m empfohlen. Der Ertrag setzt spät ein, ist dann aber hoch und regelmäßig. Die Blütezeit ist mittelspät. Als landschaftsprägender Solitärbaum ist die Sorte sehr schön; problematisch ist bei Altbäumen die große Fruchtmenge, die in kurzer Zeit abfällt und rasch mulscht — die Früchte müssen zur Verwertung gepflückt werden.
Es handelt sich um eine reine Wirtschaftsbirne zum Sofortverbrauch. Das feinzellige Fleisch wird nicht schmelzend, sondern bleibt fest, wird speckig und dann schnell teigig. Der Geschmack ist süß mit sehr geringer Säure und leicht würzig, zimtartig. Die besondere Stärke der Sorte liegt im Dörren: getrocknet entwickelt sie ein ausgezeichnetes, feines Vanillearoma. Oberdieck würdigte sie zudem als beste Sorte zum Kochen und Welken. Daneben eignet sie sich für Saft und zum Einkochen. Die Früchte reifen Mitte September und halten sich etwa vier Wochen.
Die mittelgroße Frucht ist kugelig bis kreiselförmig und zum Stiel hin typisch schnell verjüngt und eingezogen. Der dünne, lange Stiel sitzt wie eingesteckt oder in einer kleinen Grube. Die flache Kelchgrube trägt meist einen leichten Rostklecks; der Kelch ist offen, die Blätter liegen sternförmig auf, brechen aber oft ab. Die reife Frucht ist gelblich, kann auch eine schmutzig-rötliche Deckfarbe ausbilden. Die Sorte wurde 1852 von Oberdieck erstbeschrieben und war um Hannover, Hildesheim, Göttingen und Kassel stark verbreitet, ebenso in Hessen, der Prignitz, der Uckermark und besonders in Westfalen (daher das Synonym Westfälische Glockenbirne). Auf der zweiten Versammlung deutscher Pomologen 1857 in Gotha wurde sie zum allgemeinen Anbau empfohlen. Heute findet sie sich nur noch in meist sehr alten Einzelbäumen in Nord- und Mitteldeutschland und gilt als stark gefährdet. Sie ist in der offiziellen NRW-Vorschlagsliste alter Streuobstsorten enthalten.
Nach dem Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt, dem Bergischen Streuobstwiesenverein sowie Oberdiecks Illustrirtem Handbuch der Obstkunde (1852).
Quellen: Kuhfuß (Westfälische Glockenbirne) – Bergischer Streuobstwiesenverein · Kuhfuß – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Der Kuhfuss – WUR Speccol (Oberdieck, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Die Triploide Sorte ist sehr starkwüchsig, alte Bäume können Eichenartige Ausmaße annehmen. Großer Französischer Katzenkopf ist ähnlich, er reift aber deutlich später und ist eine Winterbirne. Für Streuobstwiesen gut geeignet, es sollte aber ein Baumabstand von 12m eingehalten werden. Reine Kochbirne, große schöne Bäume
Bildet sehr großkronige alte Bäume, großfrüchtig, ertragreich, gute Koch- und Dörrbirne, in der Pfalz lokal als Rosenwasserbirne bekannt.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 455 | Streuobstplantage Rommelshard | G08 | 2025 |