Mispel · Mespilus germanica
Die Kurpfalzmispel fällt durch ihr ausgeprägtes Aroma auf: Das Fruchtfleisch ist süßlich und leicht nussig, der Zuckergehalt sehr hoch, Gerbstoffe fehlen nahezu vollständig. Damit sind die Früchte roh gut bekömmlich und auch für Zubereitungen geeignet, bei denen Herbheit störte. Die geringe Säure hat eine Kehrseite: Für Most bleibt die Sorte zu flach, weil ihr die säurebetonte Frische fehlt, die dort den Ausschlag gibt.
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Kurpfälzer, Kurpfälzer Süße, Süße Mispel, Süßmispel
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Die Kurpfalzmispel ist ein Zufallssämling, der in den 1960er-Jahren in der Nähe von Heidelberg entdeckt wurde. Synonyme sind „Kurpfälzer“, „Kurpfälzer Süsse“, „Süsse Mispel“ und „Süßmispel“.
Der Baum wächst mittelstark als ausladender, leicht sparriger Strauch oder kleiner Baum und erreicht etwa 3 bis 5 Meter Höhe. Er ist tiefwurzelnd und dadurch nach der Anwachsphase standfest. Als veredelte Sorte ist sie weitgehend dornlos. Die Kurpfalzmispel bevorzugt sonnige bis halbschattige, windgeschützte Lagen und gedeiht auf fast allen Böden – ausgenommen stark kalkhaltige Standorte. Sie ist robust und frosthart, verträgt jedoch keine längere Trockenheit. Die Blüte erscheint im Mai und Juni mit großen weißen Einzelblüten an Kurztrieben; sie ist kaum spätfrostgefährdet. Die Sorte gilt als selbstfruchtbar. Veredelte Pflanzen können bereits ab dem zweiten Standjahr erste Früchte tragen. In den ersten Jahren ist ein stabiler Stützpfahl ratsam, da die Veredlungsstelle bruchgefährdet ist. Die Sorte eignet sich für Hausgarten und Streuobst, nicht jedoch für raue Höhenlagen.
Das Besondere dieser Sorte ist ihr sehr hoher Zuckergehalt bei gleichzeitig äußerst niedrigem Gerbstoffanteil. Das Fruchtfleisch schmeckt süßlich mit einer leicht nussigen Note. Anders als bei den meisten Mispelsorten werden die Früchte schon vor Frosteinwirkung weich und können bereits ab Mitte Oktober direkt vom Strauch roh gegessen werden – das Fruchtfleisch ist dann noch fest und leicht säuerlich-aromatisch. Nach Frosteinwirkung oder Lagerung werden sie teigig-weich. Die Früchte eignen sich für den Frischverzehr und zur Verarbeitung zu Mus, Kompott, Marmelade, Gelee, Saft, Likör oder Wein.
Die mittelgroßen Früchte sind bräunlich-gelb bis rotbraun, apfelförmig und etwa 3 bis 5 cm im Durchmesser bei einem Gewicht von rund 25 bis 35 g. Es handelt sich um plattrundliche Sammelsteinfrüchte, deren große, nach innen offene Kelchgrube mit fünf Kelchblättern auffällt. Die Ernte erfolgt ab Oktober, die Früchte bleiben auch nach dem Laubfall haften. (nach ProSpecieRara und Susanna Komischke, Pflanzenwiki)
Quellen: Kurpfalzmispel · Wildobst speziell zum Einmachen – ProSpecieRara · Mispel (Mespilus germanica) – Baumschule Carya (kornelkirsche.eu) · Mespilus germanica Kurpfalzmispel – Wildobstschnecke · Mispel 'Kurpfalz' – Lubera
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Die Sorte wurde in den 1960er-Jahren in Heidelberg, Deutschland, entdeckt. Bildet bräunlich gelbe, mittelgrosse Früchte. Das Fruchtfleisch ist süsslich, leicht nussig. Die Sorte weist einen sehr hohen Zuckergehalt und fast keine Gerbstoffe auf. Die Früchte werden schneller weich als diejenigen anderer Mispelsorten, und können auch schon am Strauch voll ausreifen, vor Frosteinwirkung. Sie eignen sich für den Frischverzehr, können aber auch weiterverwertet werden zu Mispelmus, Kompott und Likör.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 433 | Streuobstplantage Gartenfeld | K15 | 2025 |