Apfel · Malus domestica
Hesselmann's Schlotterapfel ist eine alte Apfelsorte aus Witzhelden im Rheinland, die seit 1889 bekannt ist. Sie wächst stark, gilt als gesund und anspruchslos und kommt auch mit schweren und schlechten Böden zurecht, weshalb sie für Streuobstwiesen gut geeignet ist. Die Früchte sind schön gefärbt und werden von Anfang Oktober bis Mitte Oktober geerntet; nach der Lagerung sind sie von Anfang November bis Ende April genussreif. Da die Äste dünntriebig sind, hängt die Krone schon bei jüngeren Bäumen schleudernd durch und ist sperrig und schwer zu erziehen.
Tafelobst Wirtschaftsobst
#BergischeLokalsorte#gesund#starkwüchsig
Synonyme: Hasenkopf, Klapperapfel
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Der Baum von Hesselmanns Schlotterapfel ist relativ starkwüchsig. Da die Äste dünntriebig sind, macht die Krone schon bei jüngeren Bäumen einen insgesamt etwas schleudernden, hängenden Eindruck. Krankheiten und eine erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge konnten bislang nicht beobachtet werden; die Sorte gilt als sehr gesund und robust. Sie scheint auch mit schweren und schlechten Böden gut zurechtzukommen und ist breit anbaufähig. Für Streuobstwiesen ist sie gut geeignet. Die Blüte erscheint mittelfrüh, etwa zeitgleich mit Kaiser Wilhelm. Der Ertrag ist regelmäßig und mittelhoch; Hesselmann selbst beschrieb den Baum als sehr reich tragend.
Das Fruchtfleisch ist hellgelb, fest und süß-säuerlich. Die Früchte welken kaum und sind auch im späten Frühjahr noch gut essbar. Hesselmanns Schlotterapfel eignet sich als Tafelapfel ebenso wie als Wirtschaftsapfel und ist vielseitig verwendbar. Die Pflückreife liegt Anfang bis Mitte Oktober, die Genussreife reicht von November bis April (Mai). Durch die sehr lange Lagerfähigkeit ist er auch zur Vermarktung geeignet.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß und deutlich hochgebaut, die Form variabel walzenförmig oder hochkegelförmig. Einige Früchte zeigen eine typische Schafsnasenform, andere sind einseitig zum Kelch hin eingeschnürt oder insgesamt zu einer Seite hin gebogen. Die Grundfarbe ist grünlich-gelb, später gelb, die Deckfarbe auf bis zu zwei Dritteln der Frucht gehaucht rot-orange mit leuchtend roten, dünnen Tuschestrichen. Die Kelchgrube ist mitteltief, von undeutlichen Höckern und Wülsten umgeben; der Stiel ist kurz, dick und knopfig. Die zimtfarbene Berostung ist feinschuppig, kurzstrahlig, teils netzartig und kann über die Stielgrube hinauslaufen. Die Kernhausachse ist weit offen und bildet einen Hohlraum, die Kerne sind auffällig klein und rund oder kurz zugespitzt. Gezüchtet wurde die Sorte vom Lehrer und Obstzüchter Carl Hesselmann in Witzhelden (heute Stadt Leichlingen) im Rheinland; Theodor Engelbrecht beschrieb sie 1889 in „Deutschlands Apfelsorten". Der Deutsche Pomologenverein benannte sie zu Ehren Hesselmanns. Um 1900 war sie als Lokalsorte des Kreises Solingen auf vielen Obsthöfen des Bergischen Landes und entlang von Wegen verbreitet, heute ist sie selten und stark gefährdet. (nach Carina Pfeffer, Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt / Pomologen-Verein)
Quellen: Hesselmann's Schlotterapfel – obstsorten.pomologen-verein.de · Hesselmanns Schlotterapfel – obstsortenerhalt.de · Hesselmanns Schlotterapfel – Deutsche Genbank Obst · Obstsortenliste Engelbrecht Th. Deutschlands Apfelsorten 1889 – BUND Lemgo · Hesselmann's Schlotterapfel – Hof Großlöderich Notizen
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
#starkwüchsig #gesund #BergischeLokalsorte
Nicht in Baumschulen erhältlich.
Lokalsorte des Kreises Solingen. Der Baum des Hesselmannn´s Schlotterapfel ist relativ starkwüchsig. Da die Äste dünntriebig sind, macht die Krone schon bei jüngeren Bäumen einen insgesamt etwas schleudernden, hängenden Eindruck. Krankheiten und eine erhöhte Anfälligkeit für Schädlinge konnten bislang an Hesselmann´s Schlotterapfel nicht beobachtet werden. Er scheint auch mit schweren und schlechten Böden gut zurecht zu kommen. Die Blüte erscheint mittelfrüh, etwa zeitgleich mit Kaiser Wilhelm (Peter Broich) Der Ertrag ist regelmäßig und mittel hoch. Hesselmann selbst beschreibt ihn als sehr reich tragend. Hesselmann´s Schlotterapfel ist eine sehr gesund wachsende, robuste Apfelsorte, die breit anbaufähig und für Streuobstwiesen gut geeignet ist. Durch seine lange Lagerfähigkeit, seine optisch außergewöhnliche Form und schön gefärbte Früchte ist er nicht nur für Freunde bizarrer geformter Früchte interessant. Da Hesselmann´s Schlotterapfel sehr lange lagerbar, vielseitig und noch als Tafelapfel zu verwenden ist, dürfte er auch zur Vermarktung geeignet sein. (Carina Pfeffer)
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| qIc44f1 | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | ||
| 002 | |||
| 005 |