obstdoc — Wiesbadener Frauenstein

Wiesbadener Frauenstein

Speierling · Sorbus domestica

Der Wiesbadener Frauenstein ist eine Speierling-Sorte, die sich für Streuobstwiesen, große Hausgärten und naturnahe Pflanzungen eignet. Sie gilt als anspruchslos, braucht wenig Pflege und verträgt Trockenheit gut; zudem wird sie als widerstandsfähig, wenig krankheitsanfällig und winterhart beschrieben. Geerntet wird von Anfang September bis Ende November. Die Früchte eignen sich als Brennobst und liefern für Edelbrände feine, aromatische Destillate mit milder, leicht herber Note.

Herkunft
Hessen, Region am Wiesbadener Frauenstein
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
breitkugelig bis pyramidal
Gefährdung
stark gefährdet
Ernte
Anfang September – Ende November (09A-11E)
Blüte
im Frühjahr, weiß
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Wirtschaftsobst Mostobst Brennobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

„Wiesbadener Frauenstein" ist eine Sorte des Speierlings (Sorbus domestica). Nach Südflora wächst der Baum stark, bildet eine breitkugelige bis pyramidenförmige Krone und erreicht eine Wuchshöhe von 4 bis 6 Metern; er entwickelt sich zu einem stattlichen, langlebigen Baum. Er gilt als widerstandsfähig und pflegeleicht, ist kaum krankheitsanfällig, hält Winterkälte gut aus und verträgt Trockenheit, sodass nur wenig Pflege nötig ist. Gefragt sind sonnige, warme Lagen auf tiefgründigem, durchlässigem Boden – Weinbaugebiete gelten als ideal; an klimatisch weniger begünstigten Standorten wächst der Baum zwar verlässlich, die Fruchtqualität fällt aber geringer aus. Im Frühjahr trägt er zahlreiche weiße, leicht duftende Blütenbüschel, die Insekten eine gute Nahrungsquelle bieten. Die Sorte produziert viele Früchte und wird für Streuobstwiesen, große Hausgärten und naturnahe Pflanzungen empfohlen. Für die Art Speierling insgesamt beschreiben LfL und Wikipedia dagegen ein sehr langsames Wachstum, Endhöhen von etwa 10 (bis 15) Metern, ein mögliches Alter bis zu 600 Jahren und eine tiefe Bewurzelung mit weitstreichenden Seitenwurzeln.

Die Früchte reifen von Ende September bis Oktober und müssen nachreifen: Erst wenn sie weich sind, entfaltet sich ihr voller Geschmack – eine milde Süße mit leichter Würze und einer feinen Honignote. Das entspricht dem Nutzungsprofil der Art, deren gerbstoffreiche Früchte erst im teigigen Zustand bzw. nach Frosteinwirkung genießbar sind (Wikipedia, LfL). Das Obst wird überwiegend weiterverarbeitet: zu Saft, Mus, Gelee und Chutney, für Most und Obstweine – einem Apfelwein soll es einen milden, abgerundeten Geschmack geben – sowie zur Destillation; als Edelbrand liefert die Sorte nach Südflora sehr feine, aromatische Destillate mit milder, leicht herber Note.

Die apfelförmigen Früchte zeigen eine grünlich-gelbe Grundfarbe und färben sich sonnenseits mit einer warmroten Backe; wie bei der Art üblich bleiben sie klein (apfel- bis birnenförmige, gelbliche bis bräunliche Früchte von 2 bis 4 cm). Weitere pomologische Merkmale der Sorte – Kelch, Stiel, Fleisch – sind nicht überliefert. Den Namen trägt die Sorte nach der gleichnamigen hessischen Region am Wiesbadener Frauenstein, der eine lange Obstbautradition und einen guten Ruf für Qualitätsobst zugeschrieben wird; eine näher dokumentierte Herkunfts- und Verbreitungsgeschichte fehlt. Die Darstellung beruht im Wesentlichen auf dem Sortenporträt bei Südflora, ergänzt um Artangaben der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und der deutschsprachigen Wikipedia.

Quellen: Speierling, Wiesbadener Frauenstein – Südflora (Produktseite) · Notizen Hof Großlöderich – Wiesbadener Frauenstein

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
128Streuobstplantage GartenfeldF092024