Apfel · Malus domestica
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Belle Fleur Brabant, Belle de Flandres, Belle-Fleur Simple, Belle-Fleur de Brabant, Brabant, Brabant Belle Fleur, Brabant Bellflower, Glory of Flanders, Iron Apple, Keulemanns Appel, Large Mouche, New Scarlet Pearmain, Petit Bon Pommier, Petite Belle Fleur, Petite Bonne Ente, Rambour Rouge, Simple Bon Pommier, Strieping, Sweet Laden, Sweet Lading, Sweet Laydon, Sweet Leyden, Westland Bellefleur, Winter Bellefleur
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Der Brabanter Bellefleur ist ein sehr alter, robuster und winterharter Apfel aus der Landschaft Brabant im Grenzgebiet von Belgien und den Niederlanden; Aufzeichnungen reichen bis in das späte 18. Jahrhundert zurück, eine erste niederländische Erwähnung stammt von Bruinsma 1842. Der Baum wächst schwach bis mittelstark, nach anderen Angaben etwas kräftiger, mit ausladender, sparriger Krone. Er trägt nur langsam in den Ertrag ein und neigt zur alternierenden Fruchtbildung, fruchtet sonst aber ziemlich regelmäßig. Die Sorte gilt als wenig anfällig für Schorf und Mehltau und ist winterhart; sie ist allerdings ziemlich anfällig für Baumkrebs, den sie mit zunehmendem Alter zunehmend gut verträgt. Die Blüte erscheint spät, typischerweise erst in der zweiten Maihälfte. Die Sorte ist diploid. Traditionell wurde sie als Hochstamm in den Streuobstgärten Brabants gepflanzt, wo sie noch heute in sehr großen alten Bäumen verbreitet ist; sie lässt sich aber auch auf schwächere Unterlagen erziehen.
Die Frucht hat festes, knackiges, weißes bis gelblichweißes Fruchtfleisch mit süßem, leicht säuerlichem, angenehm aromatischem Geschmack, in dem eine himbeerartige Note anklingt. Sie ist ein Tafel- und Wirtschaftsapfel, der für Frischverzehr, Küche, Kompott, Mus und Saft taugt; historisch wurde er in Brabant auch als erste Qualitätsapfelsorte für die Essigbereitung geschätzt und vorwiegend gekocht und als Kompott verzehrt. Geerntet wird Ende Oktober, die Genussreife reicht von Dezember bis März; im Lager wird der Apfel in den ersten Wochen noch süßer und hält gut drei bis vier Monate.
Die Früchte sind mittelgroß bis groß, unregelmäßig und kantig gebaut, etwa so hoch wie breit, breit kegelförmig mit schwacher Rippen am Kelch. Die Grundfarbe ist grünlich- bis strohgelb und reift nach gelb, die Deckfarbe dunkelrot bis karminrot verwaschen und gestreift; am Stiel zeigt sich eine größere Berostung. Der Stiel ist sehr kurz und dick und sitzt in einer tiefen, engen, trichterförmigen Höhle. Der Kelch ist halbgeschlossen bis offen und sitzt in einer gerippten, weiten Grube. Zu der Sorte gehören zahlreiche Synonyme, darunter Belle-Fleur Simple, Belle-Fleur de Brabant, Petit Bon Pommier, Bon Pommier, Winter Bellefleur und Glory of Flanders. Die Royal Horticultural Society verlieh ihr 1901 einen Award of Merit. Die Angaben folgen der National Fruit Collection (Brogdale), Orange Pippin, Pomiferous, Auguste Royer (Annales de pomologie belge et étrangère, 1854), dem Centre for Genetic Resources (CGN/WUR) und CERTIFRUIT.
Quellen: Orange Pippin – Brabant Bellefleur · Auguste Royer: Annales de pomologie belge et étrangère (1854) – Pomme Belle-fleur de Brabant · CGN / deoerakker – Brabantse Bellefleur · CERTIFRUIT – Brabantse Belle Fleur / Belle-Fleur de Brabant
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3 + deepseek/deepseek-v4-flash, 2026-10-22). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.