Birne · Pyrus communis
Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst
#langlebig
Synonyme: Rotbirne, Wendelsbirne
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Der Baum der Juffernbirne ist anfangs stark, später mittelstark wachsend und bildet eine nur mittelgroße, kugelige bis breitpyramidale Krone ohne dominierenden Mittelstamm. Die kräftigen Seitenäste gehen schräg ab und neigen ohne Schnitt etwas zum Verkahlen. Die Sorte ist relativ robust gegen Schorf und Obstbaumkrebs und fällt durch ihre Baumgesundheit auf: Selbst sehr alte, oft über einhundertjährige Bäume stehen trotz mangelnder Pflege auffallend gesund da. Sie ist eine typische Streuobstsorte. Das kurzstielige Blatt ist mittelgroß, eiförmig oval, stumpf gespitzt und von trübem Grün. Die Blüte erscheint früh im Jahr, scheint aber sehr robust gegen Witterungseinflüsse zu sein. Der Ertrag setzt reich und regelmäßig ein, die Sorte alterniert nur wenig. Bei fehlendem Schnitt neigt sie allerdings bei ihren hohen Erträgen zu Kleinfrüchtigkeit.
Das Fruchtfleisch ist grünlich-weiß, im reifen Zustand beige-weiß, fest, nur mäßig saftig, süßlich und von geringem Aroma. Die Schale ist hart und etwas herb. Die Früchte eignen sich kaum als Tafelobst, sind aber eine ausgesprochen gute Dörrbirne und wurden historisch auch als Mostfrucht geschätzt. Mit dem Wandel der Ernährungsgewohnheiten und dem Rückgang häuslicher Obstverarbeitung hat die Juffernbirne ihre frühere Bedeutung verloren; ihre Früchte werden heute häufig nur noch als Viehfutter genutzt. Die Pflückreife liegt etwa Anfang bis Mitte Oktober, verwendbar bleiben die Früchte bis in den Dezember.
Die Frucht ist klein bis mittelgroß, stumpfkegelförmig, teils birnenförmig und kelchbauchig; zum Kelch hin gerundet und zum Stiel hin verjüngt. Meist ist sie auf einer Seite schwach seitlich eingezogen und dadurch etwas ungleichhälftig, im Querschnitt aber fast rund. Die gesamte Frucht ist von einer feinen, olivgrünlichen, in der Reife später zimtbraunen Berostung überzogen. Die Kelchgrube fehlt ganz (Kelch aufsitzend) oder ist flach. Die Kerne sind lang (10:4–4,5 mm), dunkelbraun, oft sichelartig asymmetrisch mit langer feiner Spitze. Die genaue Herkunft der Sorte ist unbekannt; sie ist im Rheinland in den Kreisen Düren, Euskirchen, Aachen und Ahrweiler sowie in der Eifel (besonders um Mechernich) und im Saarland (um St. Wendel, dort als Rotbirne oder Wendelsbirne bekannt) noch im Streuobst anzutreffen. Der Name „Juffern“ ist ein mundartlicher Ausdruck für alte Jungfer und zugleich die Bezeichnung für die Eifler Matronen (römische Göttinnen), die zumeist mit Birnen auf dem Schoß abgebildet wurden. In historischen Quellen (1890 und 1894) wurde die Sorte als Synonym für den Trockenen Martin geführt, gilt heute jedoch als eigenständig. Nach H.-J. Bannier sowie den Sortenschildern der LWG Bayern.
Quellen: Juffernbirne · Sortenschilder 2025: Birnen – Rotbirne · Sortenschilder 2025: Birnen – Rotbirne (Streuobst Bayern)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Scheinbar identisch mit Trockener Martin. #langlebig , mittelstarker Wuchs
Ernte laut CP spät bis sehr spät.
In Koblenz als "Martinsbirne" bekannt, sonst eher in der Nordeifel und im Rheinland verbreitet, gute Dörrbirne.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| tuGxxsm | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | B17 | |
| 580 | Streuobstplantage Rommelshard | H10 | 2025 |