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Sternapi

Apfel · Malus domestica

Der Sternapi zählt zu den sehr alten Äpfeln: seine Herkunft wird in die Römerzeit gestellt, schriftlich belegt ist er seit 1541. Nach der Lagerung reicht seine Genussreife von Anfang Dezember bis Ende April, er begleitet also den ganzen Winter. Er gilt als Liebhabersorte und bleibt damit auf einen kleinen Kreis beschränkt statt für den breiten Anbau infrage zu kommen. Als Stammbildner ist er geeignet.

Herkunft
Römerzeit (nach Überlieferung)
Seit
1541
Wüchsigkeit
schwach bis mittel
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
sehr spät
Blüte
mittelfrüh bis spät
Genussreife
Anfang Dezember – Ende April (12A-04E)
Wikidata
Q919101
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Genussreife

Mostobst

#stammbildner

Synonyme: Api Étoilé, Pfaffenkäpple, Sternapfel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Sternapi ist nach der historischen Beschreibung von v. Flotow (Illustrirtes Handbuch der Obstkunde) ein lebhaft wachsender, aber klein bleibender Baum, der dauerhaft und sehr tragbar ist und „in Allem etwas Wildes und Rohes" habe. Das standardisierte Profil von naturadb gibt den Wuchs als mittelstark an (Buschform rund 2–2,5 m hoch, 1,5–2 m breit, Herzwurzler) und stuft die Sorte als schnittverträglich und frostverträglich bis etwa −28 °C ein; die Deutsche Genbank Obst nennt ihn ebenfalls frosthart. An den Boden stellt er danach keine besonderen Ansprüche, dieser soll jedoch nicht zu schwer und karg sein, sonst fruchtet der Baum kleinfrüchtig; naturadb bevorzugt durchlässige, frische, normale bis nährstoffreiche Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Die Blüte erscheint mittel bis spät, im April bis Mai, rosa gefärbt. Der Ertrag setzt nach naturadb sehr spät ein und alterniert dann stark, während die historische Quelle den Baum als sehr tragbar schildert. Im FRUCTUS/Agroscope-Sortenblatt ist die Sorte mittelmäßig gesundheitsgefährdet eingestuft: Schorf mittel anfällig, Mehltau anfällig, beim Feuerbrand in der Triebtestung (3 Tests) mittlerer bis hoher Befall. Angeblich wurde die Sorte vor allem in der Westschweiz auch als Stammbildner verwendet; mehrere Erhalter pflegen sie heute im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (Pomologen-Verein).

Geschmacklich wird die Frucht als sauer, ausgeglichen und eher fad beschrieben (FRUCTUS); andere Angaben heben das feste, sehr saftige, süßsäuerliche Fruchtfleisch hervor, ihr Vitamin-C-Gehalt liegt bei 15 mg je 100 g. Die historische Beschreibung nennt sie einen sehr geringen Wirtschaftsapfel, der schwerlich zum Kochen, allenfalls zu Essig und Branntwein zu brauchen sei, während sie in Tirol als „Pfaffenkäpple" gesuchtes Handelobst und dort schmackhaft war. Heute dient sie als Mostapfel und für bittersüssen Cider, daneben als Tafel-, Konserven- und Zierapfel; ihre regelmäßige sternförmige Gestalt machte sie zur Zierde des Christbaums (im viktorianischen England als Weihnachtsapfel bekannt). Geernetet wird sehr spät, im Oktober; die Früchte sind ab Dezember genussreif und im Kühllager bis April lagerbar, naturadb gibt für das kühle Naturlager etwa fünf Monate an. Als Hauptverdienst rühmt die historische Beschreibung die Dauer bis in den Sommer (Juni); die Baumschule Haidegg führt sie als Dauerapfel und Direktvermarktungssorte.

Die Frucht ist charakteristisch fünfeckig-sternförmig gekantet und klein bis mittelgroß (rund 48 mm hoch, 61 mm breit); die Grundfarbe ist grüngelb bis weißlichgelb, die Deckfarbe rot, die Schale druckempfindlich. Um den Kelch stehen fünf hervorspringende Perlen (Höcker); das weiße bis gelblichweiße, feste Fruchtfleisch riecht schwach, das große, offene Kernhaus besitzt eine hohle Achse. Nach der Deutschen Genbank Obst wurde die Sorte erstmals vor 1700 erwähnt und stammt vermutlich aus Frankreich; nach Überlieferung reicht ihre Geschichte bis in die Römerzeit zurück, und die älteste bekannte Beschreibung („pomum pentagonum") geht auf den Schweizer Arzt und Botaniker Jean Bauhin (1541–1612) zurück. 1795 wurde sie von Schiller als Sternapfel beschrieben; 1981 wurde der alte Apfel von Roger Corbaz wiederentdeckt und in Kultur genommen, und aus Kreuzungen mit ihm ging die stärker gekantete Sorte Apistar hervor. Weitere Namen sind neben Sternapi und Api étoilé unter anderem Sternapfel, Pfaffenkäpple, Fünfeckapfel, Kantapfel, Calville étoilée und Reinette Rouge Étoilée; molekulargenetisch wird sie der Gruppe MD_0748/MD_0749 zugeordnet. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem FRUCTUS/Agroscope-Sortenblatt bzw. -Steckbrief, dem Passsport der Deutschen Genbank Obst und der historischen Darstellung von v. Flotow im Illustrirten Handbuch der Obstkunde.

Quellen: Sternapi – Sortenporträt FRUCTUS · Sternapi – FRUCTUS/Agroscope Sortenblatt (PDF) · Deutsche Genbank Obst – Passport Sternapi (PDF) · Sternapi – Wikipedia · Illustrirtes Handbuch der Obstkunde: Sternapfel – historische Textquelle (PDF) · Sternapi – Haidegg (Baumschul-Shop) · Apfel 'Sternapi' – naturadb.de · Vitamin-C-Gehalte der Apfelsorten – BUND Lemgo (PDF)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#stammbildner

Die Herkunft des ‚Sternapi‘ ist wahrscheinlich Frankreich. Dort wurde er schon Ende des 18. Jahrhunderts beschrieben. Er gilt als Liebhabersorte mit einer Reife ab Ende Oktober, ist aber auch bis Januar haltbar.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
240Streuobstplantage SpechtsbergI082025

Bilder aus Wikipedia

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Alphonse Mas , Le verger, aquarelles, 1865. · Public domain · Commons
File:Ailly-le-Haut-Clocher, Apple festival 04 et 05-11-2023 (apples) (59) - Pomme d'Api.jpg
APictche · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:British pomology (Page 23) BHL6235813.jpg
Hogg, Robert · Public domain · Commons
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National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
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Leslie Seaton from Seattle, WA, USA · CC BY 2.0 · Commons
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Daderot · CC0 · Commons
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Leslie Seaton from Seattle, WA, USA · CC BY 2.0 · Commons
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Passmore, Deborah Griscom, 1840-1911 · Public domain · Commons
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Passmore, Deborah Griscom, 1840-1911 · Public domain · Commons
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Passmore, Deborah Griscom, 1840-1911 · Public domain · Commons
File:Rozier - Cours d’agriculture, tome 8, pl. 20 ,api.png
François Rozier · Public domain · Commons
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File:Cross section of Api Rose (Creuse), National Fruit Collection (acc. 1948-223).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
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