Kirsche · Prunus avium
Die Große Schwarze Knorpelkirsche bildet eine breitrunde, ausladende Krone. Dank ihrer späten Blüte trägt der Baum gut und reich und zählt bis heute in Gärten und im Streuobst zu den häufigsten Sorten. Die breite Krone verlangt entsprechend Raum im Garten oder auf der Streuobstwiese.
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Bigarreau gros noir, Braune Knorpel, Braune Prinzer, Chrupavka velka cerna, Diemitzer Knorpel, Krammelkirsche, Prinzenkirsche, Schwarze Lothkirsche, Schwarze von Lobenrot, Weilheimer Riesen
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Die Große Schwarze Knorpelkirsche wächst stark bis sehr kräftig (vereinzelt auch als mittelstark beschrieben) und bildet eine große, breite, breitkugelige Krone ohne dominante Stammmitte; die Seitenäste stehen steil und werden als lange, wenig verzweigte „Astfahnen“ geschildert. Der Baum gilt als gesund und insgesamt anspruchslos, liebt aber wie alle Kirschen leichtere, kalkreiche sowie warme, nährstoffreiche und durchlässige Böden in voller Sonne; er wird auch für Gebirgs-, Wind- und spätfrostgefährdete Lagen genannt. Die Blüte erscheint spät und hält lange, die Blüten gelten als widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse — dadurch trägt der Baum gut, auch wenn der Frost der Blüte zusetzt. Die Sorte ist selbststeril und braucht einen Befruchtungspartner (S-Allele S3S5). Der Ertrag setzt erst nach fünf bis sechs Standjahren ein, fällt dann aber reich und regelmäßig aus (zwischen „mittelhohen“ und „hohen“ regelmäßigen Ernten je nach Quelle). Um Verkahlen vorzubeugen, wird ein regelmäßiger, konsequenter Schnitt bereits in der Jugend empfohlen; die Sorte eignet sich als Busch für Haus- und Kleingarten ebenso wie als Halb- oder Hochstamm für die Streuobstwiese.
Die Früchte reifen spät, in der 5. bis 6. Kirschwoche (Ende Juni/Anfang Juli), und werden nach und nach gepflückt. Das feste, knorpelige Fruchtfleisch schmeckt süß und wohlschmeckend, fein süßsäuerlich, würzig und aromatisch, zuweilen mit ganz leichtem Bitterton — gutes Tafelobst für den Frischverzehr. Daneben eignet sich die Sorte gut zur Verarbeitung, besonders zum Einmachen als Kompott und Konserve; dank der festen Schale lassen sich die Früchte kurze Zeit lagern. Die Platzfestigkeit wird unterschiedlich beurteilt: Neben „platzfest“ und „ausreichend platzfest“ stehen Hinweise, dass die Frucht bei Regenwetter während der Reife mittelschnell bis schnell aufspringt.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß (zehn Früchte wiegen rund 48 g), rundlich bis leicht herzförmig-eiförmig und sehr ebenmäßig. Die glänzende Schale färbt sich dunkelbraunrot bis dunkelviolett-braun und wird vollreif fast schwarz, bleibt aber nicht ganz einheitlich gefärbt und ist fein gepunktet; der Stempelpunkt ist groß. Das Fruchtfleisch ist dunkelrot, um den Stein dunkler, fest bis mittelfest, geädert und sehr saftreich; der Saft ist purpur- bis schwarzrot und stark färbend. Der Stein ist klein, oval bis rundlich, mit ausgeprägtem stielseitigem Häkchen und deutlicher Rinne; der Stiel mittellang (rund 4,5 cm), mitteldick und etwas gerötet. Die Sorte stammt aus Frankreich und wurde dort 1540 erstmals erwähnt; als eine der ältesten Kirschsorten war sie Anfang des 20. Jahrhunderts und noch nach dem Zweiten Weltkrieg die am weitesten verbreitete Süßkirsche Deutschlands und gehört bis heute in Gärten und im Streuobst zu den häufigsten. Historische Beschreibungen lieferte u. a. die Pomologie Löschnig-Müller-Pfeiffer (1926); die Darstellung stützt sich im Wesentlichen auf den Pass der Deutschen Genbank Obst, den Wikipedia-Artikel sowie die Sortenporträts von Carina Pfeffer, der GPO Bayern und des Naturparks Niederlausitzer Heidelandschaft.
Quellen: Deutsche Genbank Obst – Passport Große Schwarze Knorpelkirsche · Wikipedia – Große Schwarze Knorpelkirsche · Große schwarze Knorpelkirsche – Obsttafel nach Löschnig-Müller-Pfeiffer (1926) · Carina Pfeffer – Große Schwarze Knorpelkirsche · GPO Bayern – Süßkirsche Große Schwarze Knorpelkirsche · Essbarer Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft – Große Schwarze Knorpelkirsche
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Reife:** mittlere Reifezeit, Ende Juni / Anfang Juli (4.-5. KW) Eine sehr alte Sorte. Zu Anfang des 20.JH. und noch nach dem 2. Weltkrieg die am weitest verbreitete Sorte in Deutschland und auch heute noch in Gärten und im Streuobst eine der häufigsten Sorten. Die mittelgroße, fast schwarze Frucht ist sehr ebenmäßig, rundlich, der Stempelpunkt ist groß. Der Stein ist typisch oval mit ausgeprägtem Häkchen. Das Fruchtfleisch ist fest bis mittelfest, aromatisch mit ganz leichtem Bitterton, was sie neben dem Frischverzehr auch zur Verarbeitung interessant macht. Sie platzt mittelschnell bis schnell. Der Baum ist gesund, mittel groß und bildet eine breitrunde Krone ohne Stammmitte und langen Astfahnen. Durch die späte Blüte trägt der Baum gut und reich. Ein stringenter Schnitt ist ratsam, um einem Verkahlen entgegen zu wirken. (Carina Pfeffer)
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| Va5mjPG |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Koordinaten |
|---|---|---|
| 11037518523 | Große Schwarze Knorpelkirsche | %!f(*float64=0xc000c98710), %!f(*float64=0xc000c98718) |
| 13910657499 | %!f(*float64=0xc000c98798), %!f(*float64=0xc000c987b0) |