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Oberösterreichische Weinbirne

Birne · Pyrus communis

Die Oberösterreichische Weinbirne ist eine alte Birnensorte, die seit 1888 bekannt ist und nach den Angaben aus Kärnten stammt. Sie wird als robust und langlebig beschrieben, eignet sich als Stammbildner und ist diploid. Die hartreife Frucht wird Ende September bis Anfang Oktober geerntet und nach der Lagerung von Anfang Oktober bis Mitte November genossen; sie dient als Saftbeimischung zu Apfelsaft sowie als Dörrbirne. Als Befruchter ist sie dagegen wenig brauchbar, da sie trotz ihrer Diploidie als schlechter Pollenspender gilt. Zugleich zählt die Sorte zu den sehr stark feuerbrandanfälligen Birnen, was ihren Anbau dort einschränkt, wo der Erreger vorkommt.

Herkunft
Kärnten, Österreich
Seit
1888
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
steilaufrecht
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang Oktober – Mitte November (10A-11C)
Wikidata
Q18411962
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst Brennobst Stammbildner

#stammbildner

Synonyme: Kärntner Speckbirne, Speckbirne, Steierische Weinbirne, Zitronengelbe Mostbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Oberösterreichische Weinbirne bildet große, starkwachsende Bäume mit steilaufrecht wachsenden Ästen, die reichlich kurzes Fruchtholz ansetzen. In der Jugend ist die Krone sortentypisch pyramidal, später hochkugelig mit kräftigen Ästen. Die Blüte erscheint mittelfrüh, ist von kurzer Dauer und trägt etwa acht Einzelblüten pro Knospe; sie ist empfindlich für regnerisches, kühles Blühwetter und damit spätfrostgefährdet. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein, bleibt an vielen Standorten jedoch unbefriedigend und variiert stark – in kühleren Lagen fallen die Erträge wegen der Frostanfälligkeit oft gering aus. Die Sorte stellt an Lage und Boden keine hohen Ansprüche, kommt auch mit schlechten Böden zurecht (diese sollten weder zu nass noch zu trocken sein) und wird für Höhenlagen bis 900 m empfohlen. Abgesehen von der hohen Feuerbrandanfälligkeit sind die Bäume gesund und langlebig und eignen sich gut für den Streuobstbau.

Das gelblichweiße, grobzellige Fleisch schmeckt süßherb und weinig mit hohem Zucker- und Gerbstoffgehalt (60–75 °Oechsle, etwa 15,5 % Zucker) und ist adstringierend. Die Sorte ist eine klassische, gehaltvolle Mostbirne, eignet sich aber ebenso zum Dörren, Brennen und hartreif als Saftbeimischung zu Apfelsaft. Die Früchte sind Ende September bis Anfang Oktober erntereif und sollten bis Mitte November verarbeitet sein; im Naturlager halten sie sich etwa sechs Wochen.

Die Früchte wiegen etwa 90–130 g (Länge 58–65 mm, Breite 60–67 mm), sind kreiselförmig bis birnenförmig, im Querschnitt schwachkantig. Die glatte Schale ist bei Reife grüngelb bis zitronengelb ohne Deckfarbe und mit zahlreichen, deutlich sichtbaren Lentizellen besetzt. Der lange, holzige Stiel (bis 3,5 cm) sitzt in einer schwachen Grube mit einseitiger Verdickung, berostungsfrei. Der Kelch ist offen in mitteltiefer Grube mit schmalen, aufliegenden, an der Basis verwachsenen Kelchblättern. Die Sorte stammt aus Kärnten, wurde 1885 von Schleicher erstmals erwähnt und 1888 auf der Reichsobstausstellung in Österreich vorgestellt; sie ist in Österreich, Süddeutschland und der Schweiz verbreitet. Nach Jan Bade (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt), Netzwerk Streuobst Filderstadt, Wikipedia und dem Bergischen Streuobstwiesenverein.

Quellen: Oberösterreichische Weinbirne – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Oberösterreicher Weinbirne – Wikipedia · Oberösterreichische Weinbirne – Bergischer Streuobstwiesenverein · Oberösterreicher Weinbirne – Netzwerk Streuobst Filderstadt

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#stammbildner

Eine süßsäuerlich schmeckende Birne. Ihr hohe Zucker- und Gerbstoffgehalt prägen die halbschmelzende Frucht.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
140Streuobstplantage SpechtsbergG042025

Weitere OSM-Bäume 1

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
13910657498%!f(*float64=0xc0007b3228), %!f(*float64=0xc0007b3240)

Bilder aus Wikipedia

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