Apfel · Malus domestica
Der Unseldapfel fällt vor allem durch seinen außergewöhnlich starken Wuchs auf; der Baum gilt als robust und gesund, was ihn auch als Stammbildner brauchbar macht. Geerntet wird von Mitte bis Ende Oktober, gegessen wird die Frucht nach der Lagerung, im Dezember. Ihre Lagerfähigkeit reicht weit: Als genussreif wird sie von November bis März beschrieben. Der starke Wuchs verlangt entsprechend Platz und regelmäßigen Schnitt.
Wirtschaftsobst Mostobst Brennobst Stammbildner
#gesund#stammbildner#starkwüchsig
Synonyme: Ulmer Renette
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Der Baum wächst außergewöhnlich stark, treibt viele vorzeitige Triebe und reichlich Seitentriebe und zeigt schon als Jungbaum ein stabiles Gerüst mit vollkommen geraden Leitästen und kräftigem Dickenwachstum. Nach dem Sortenporträt des Kompetenzzentrums Obstbau-Bodensee ist er „bestens als #Stammbildner“ geeignet und wird entsprechend auch zur Hochstammanzucht genutzt; die Sortenerhaltungszentrale Baden-Württemberg stellt ihn als Landkreissorte des Alb-Donau-Kreises in ihrer Streuobst-Patenschaften-Broschüre vor. Holz und Blüte gelten als frosthart, der Klimaanspruch ist gering, die Blüte steht mittelfrüh. Die Bäume sind sehr widerstandsfähig; als einzige Schwäche wird eine Krebsanfälligkeit der jungen Triebe genannt, die auf den Feinastbereich beschränkt bleibt, während Stamm und stärkere Äste gesund bleiben. Dem starken Wuchs entspricht ein hoher Ertrag.
Die Frucht ist ein Wirtschafts- und Mostapfel: Sie schmeckt schwach säuerlich, höchstens leicht gewürzt, und ihr zunächst sehr hartes, häufig glasiges Fruchtfleisch wird erst ab Januar/Februar genießbar. Geerntet wird Mitte bis Ende Oktober; als Genussreife werden November bis März (Wikipedia) bzw. ab Januar/Februar (Kompetenzzentrum) angegeben, gelagert hält die Frucht bis Ende April. Im fränkischen Projekt „Sortenreine Edelbrände aus seltenen Streuobstsorten“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wird der Unseldapfel zudem zu sortenreinem Edelbrand verarbeitet.
Pomologisch handelt es sich um eine mittelgroße, kegelförmig abgestumpfte Frucht mit meist ebener, teils warziger Oberfläche und kaum wahrnehmbaren, breiten Kanten; Grundfarbe grünlichgelb, sonnseits blassrot verwaschen und bläulichweiß bereift, mit vielen fühlbar erhabenen Lentizellen. Die Stielgrube ist mittelweit und mitteltief, oft über den Rand hinaus braungrün berostet, der Stiel kurz und mitteldick; die Kelchgrube sehr flach und weit, schüsselförmig, teils gerippt, der Kelch groß und ganz geöffnet; das Kernhaus ist mittelgroß, die Kerne lang, kurz zugespitzt und gut ausgebildet. Die Sorte wurde vor 1920 vom Baumwart Jakob Unseld aus Ulm (Baden-Württemberg) gefunden, bis in die 1960er-Jahre in Süddeutschland vermehrt und ist dort bis heute vor allem verbreitet; die Abstammung ist unbekannt, als Synonym wird „Ulmer Renette“ genannt. Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf dem Sortenporträt des Kompetenzzentrums Obstbau-Bodensee (KOB Bavendorf), ergänzt durch das Merkmalsblatt von obstgarten.biz (Erkennungsmerkmale nach Richard Dahlem) und Angaben der Sortenerhaltungszentrale Baden-Württemberg.
Quellen: Unseldapfel – Sortendatenbank Apfel, Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (KOB Bavendorf) · Streuobst-Patenschaften der Landkreise in Baden-Württemberg (SEZ/KOB), Abschnitt Alb-Donau-Kreis · Die Vielfalt edler Äpfel und Birnen im Glas – sortenreine Edelbrände aus seltenen Streuobstsorten (LWG Veitshöchheim)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Der Unseldapfel ist ein Wirtschaftsobst. Er ist vor allem in Süddeutschland verbreitet. Der Baum ist stark wachsend und robust. Teilweise wird er auch als #stammbildner genutzt. Der Apfel ist von November bis März genussreif. (Wikipedia)
Wuchs außergewöhnlich stark" (Hartmann/Fritz, Farbatlas alte Obstsorten).
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 454 | Streuobstplantage Rommelshard | F08 | 2025 |
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