Apfel · Malus domestica
Der Rote Fresquin ist ein seit 1880 bekannter Wirtschaftsapfel aus der Normandie. Seine kleinen Früchte, geerntet Anfang bis Mitte Oktober, dienen vor allem als Most- und Brennobst: Schon kleinere Anteile verleihen dem Apfelsaft Aroma und dem Cidre Struktur. Der frostharte Baum (bis etwa −28 °C) wird sehr alt, und Baumschulen nutzen ihn häufig als Stammbildner. Als Tafelobst taugt er wegen seiner geringen Größe nicht.
Mostobst Brennobst Stammbildner
Synonyme: Fresquin rouge
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Der Roter Fresquin ist ein starkwüchsiger Apfelbaum, der von Baumschulen häufig als Stammbildner verwendet wird; wegen seines starken Wuchses setzt er sich gelegentlich nachträglich gegen die aufveredelte Edelsorte durch (nach H.-J. Bannier). Der Wuchs ist aufrecht, der Baum schnittverträglich und winterhart bis etwa −28 °C (Klimazone 5); andere Quellen bezeichnen ihn als sehr frosthart. Er gilt als robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen mit robustem, gesundem Wuchs — der Steckbrief von Naturadb meldet allerdings eine starke Schorfanfälligkeit bei sonstiger Robustheit. An Boden und Klima stellt die Sorte kaum Ansprüche; empfohlen wird ein sonniger bis halbschattiger Standort auf durchlässigem bis normalem, nährstoffreichem, frischem Boden. Der Ertrag ist hoch und regelmäßig. Die Blüte liegt im April bis Mai; die Sorte ist selbststeril und benötigt eine Befruchtersorte. Die Anbaueignung für Streuobstwiesen wird als eingeschränkt angegeben.
Die Früchte sind ein reiner Wirtschaftsapfel, speziell für Obstbrand; klassisch wird die Sorte als Cidre- und Mostapfel genutzt. Der Geschmack ist typisch bitter-süß bei geringer Säure; für den Frischverzehr ist die Frucht ungeeignet (Geschmacksstufe 5). Der Polyphenolgehalt ist sehr hoch, und schon kleinere Anteile der bittersüßen Frucht verleihen dem Apfelsaft ein besonderes Aroma bzw. geben dem Cidre Struktur. Die Pflückreife liegt Anfang bis Mitte Oktober (3.–17. Oktober); die Früchte lassen sich etwa zwei Monate lagern.
Pomologisch sind die Früchte relativ klein (nach Naturadb mittelgroß), hellgrün mit roter Deckfarbe und hellen Schalenpunkten; das Fruchtfleisch ist süß-herb und saftig. Die alte Sorte stammt aus Frankreich (Normandie); als Synonym wird Fresquin rouge genannt. Ab etwa 1880 wurde sie als bittersüßer Stammbildner nach Württemberg eingeführt, wo auf Streuobstwiesen im Strohgäu noch uralte Bäume erhalten sind. Hauptquellen: H.-J. Bannier über den Bergischen Streuobstwiesenverein, 1000 Obstbäume für die Frankenalb, Naturadb und Permaplans.
Quellen: Roter Fresquin (Bittersüßer) – Sortenporträt nach H.-J. Bannier (BSOWV) · Roter Fresquin – 1000 Obstbäume für die Frankenalb · Apfel 'Roter Fresquin' / Malus 'Roter Fresquin' – Naturadb · Roter Fresquin – Apfel-Sorte (Malus domestica) – Permaplans · Info – Urs Renninger Naturcidre · Roter Fresquin – LiKK e.V. (oembed-Stub)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (deepseek/deepseek-v4-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-08). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.