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Knausbirne

Birne · Pyrus communis

Die Knausbirne ist eine anspruchslose, stark wachsende Birne, die früh in Ertrag kommt. Ihre großen birnenförmigen Früchte sind auf der Sonnenseite schön karminrot gefärbt und eignen sich zur Dörrobstherstellung.

Herkunft
Unbekannt, im süddeutschen Raum (vermutlich Württemberg)
Seit
1783
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
schlank, hochgebaut
Gefährdung
nicht mehr leicht erhältlich
Ernte
Mitte September – Anfang Oktober (09C-10A)
Blüte
mittelfrüh bis mittelspät
Genussreife
Mitte September – Anfang Oktober (09C-10A)
Wikidata
Q128527124
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst Brennobst

Synonyme: Elsässer, Fassfüller, Frühe Frankfurter, Frühe Weinbirne, Herbstgürtel, Pfullinger Birne, Röthelbirne, Weinbergsbirne, Zankbirne, Zenkbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Knausbirne wächst stark und bildet große, schlanke, gut verzweigte Kronen; alte Bäume werden eichengroß mit sehr hochgebauter Krone und bilden laut Wikipedia landschaftsprägende, eichenartige Gestalten. Sie gilt als anspruchslos und robust: Die Standortansprüche sind gering, besondere Wärmeansprüche bestehen nicht, und nach dem Illustrirten Handbuch der Obstkunde kam sie im südwestdeutschen Raum „in allen Lagen gut fort“; der Anbau wird auch in Gebirgslagen über 350 m empfohlen. Der Ertrag setzt früh ein und bleibt anschließend hoch und regelmäßig – historischen Angaben zufolge trugen einzelne Bäume häufig bis zu 50 Simri Früchte, nach Walker in Hohenheim rund vier Württemberger Eimer Most pro Jahr. Die Blüte erscheint mittelfrüh bis mittelspät (mit etwa neun Einzelblüten je Knospe), die Sorte gilt als guter Befruchter. In der Jugendphase ist sie etwas anfällig für strenge Fröste, und in den letzten Jahren scheinen die Blätter unter starker Sonneneinstrahlung zu leiden. Zur Schorfthematik gehen die Einschätzungen auseinander: Der Steckbrief des Bergischen Streuobstwiesenvereins nennt die Schorfanfälligkeit gering (auch in feuchten Lagen, insgesamt sehr robust), während Wikipedia die Früchte häufig als schorffleckig beschreibt. Wuchs und Kronengröße machen die Sorte für den Hausgarten nur bei viel Platz geeignet, besser steht sie auf der Obstwiese; sie wird als gesunde, empfehlenswerte Wirtschaftssorte für den Streuobstanbau empfohlen und war 2018 Streuobstsorte des Jahres in Baden-Württemberg.

Die Früchte reifen je nach Quelle und Lage ab Anfang/Mitte bis Ende September (Pflückreife Mitte/Ende September, Genussreife bis Anfang Oktober) und müssen zügig verarbeitet werden, da sie sich nur etwa acht Tage halten und rasch weich und teigig werden – ein kurzes Verarbeitungszeitfenster gilt als einziger nennenswerter Nachteil. Das saftige Fruchtfleisch schmeckt süß mit etwas Gerbsäure, zusammengefasst als herbsüß-würzig; die historische Beschreibung hebt ein feines, schwach gewürztes Fleisch ohne Herbigkeit hervor, das auch teigig noch schmackhaft ist. Die Knausbirne ist eine klassische Most- und Wirtschaftsbirne: Sie eignet sich zum Dörren, zur Saft- und Mostgewinnung und zur Bereitung von Birnenbrand, außerdem als Beimischung zu Apfelsaft und Birnencidré-Cuvées, wurde aber auch als Tafelobst, zum Rohgenuss und zu Sirup genutzt. Für den Most soll sie nicht erst teig geerntet werden, sonst wird er zäh und blau; der helle, angeblich zwei bis drei Jahre haltbare Most wurde seinerzeit gerne mit Trollinger verschnitten.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß, kegelförmig, regelmäßig verjüngt und endet zum Stiel hin mit stumpfer Spitze. Der bis 2,5 cm lange Stiel steht meist schief; der offene, große Kelch ragt über die nur schwach eingesenkte Kelchgrube hinaus, um ihn ziehen sich feine Falten durch die Schale. Diese ist grasgrün und hellt ins Weißlichgelbe auf, die streifige karminrote Deckfarbe kann bis zu einem Drittel der Frucht überziehen; Lentizellen sind zahlreich. Das gelbliche Fruchtfleisch ist saftig, die Kernhausachse geschlossen, die Kerne meist taub. Die Herkunft der Sorte ist unbekannt und wird im süddeutschen Raum, möglicherweise in Württemberg, vermutet; erstmals erwähnt und beschrieben wurde sie 1783 durch Manger. Seit dem späten 18. Jahrhundert nachgewiesen – unter anderem wurde sie vom württembergischen Hofgärtner Johann Kaspar Schiller vermehrt – war sie im 19. Jahrhundert in ganz Württemberg unter allen Birnen am weitesten verbreitet und fand sich auch in Baden. Heute sind vor allem überalterte Altbestände in Süddeutschland vorhanden; die Sorte gilt als gefährdet, ist aber in Sammlungen (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt, Deutsche Genbank Obst) gesichert und wird noch in Baumschulen angeboten. Die Beschreibung beruht auf dem Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt (J. Bade), dem Steckbrief des Bergischen Streuobstwiesenvereins, dem Sortenschild der LWG Bayern, der historischen Beschreibung im Illustrirten Handbuch der Obstkunde (Nr. 454, Jahn) und dem Wikipedia-Artikel.

Quellen: Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (Pomologen-Verein): Knausbirne – Sortenporträt · Bergischer Streuobstwiesenverein e.V.: Echte Knausbirne (Jan Bades 75 Birnensorten A–Z) · Wikipedia: Knausbirne · LWG Bayern: Sortenschilder 2025 – Birnen (Eintrag Knausbirne) · Streuobst in Bayern (LfL): Sortenschilder LWG Birne (Spiegel des LWG-PDF) · Obstsortendatenbank (BUND Lemgo): Historische Beschreibung Knausbirne, Illustrirtes Handbuch der Obstkunde Nr. 454 (PDF)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Herkunft unbekannt, wurde schon 1794 vermehrt. Große birnenförmige Früchte, glatte glänzende gelbgrüne Schale, auf Sonnenseite schön karminrot gefärbt. Gelbweißes Fruchtfleisch, herbsüß und saftig, wird schnell teigig. Reifezeit Mitte bis Ende September, eine Woche haltbar. Dörrobstherstellung. Der Baum wächst stark, eichenartige Bäume. Anspruchslose Sorte, kommt früh in Ertrag und bringt hohe und regelmäßige Ernten.

https://arboterra.com/produkt/knausbirne-wurzelnackt/

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.