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    "text": "Anfang Dezember – Ende Mai",
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  "tags": [
    "gesund"
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  "synonyme": [
    "Brettacher Gewürzapfel",
    "Brettacher Samling",
    "Brettacher Sämling"
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  "notiz": "[Brettacher auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/2fgjg8atec/)\n\nAußergewöhnlich #gesund jedoch etwas Feuerbrandempfindlich. Auf kalten und nassen Böden etwas krebsanfällig.",
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    "beschreibung": "Der Brettacher ist eine starkwüchsige Apfelsorte, die eine große, breite, flache und lichte Krone mit kurzem Fruchtholz an langen Ästen bildet; im Vollertragsalter lässt der Wuchs nach. Ein Überwachungsschnitt fördert eine besser verzweigte Krone. Die Baumgesundheit gilt als sehr gut: Holz und Blatt sind nach Literatur und Beobachtungen widerstandsfähig gegen Schorf und Mehltau, die Früchte bleiben frei von Schorfflecken und das Fleisch von Stippigkeit, Glasigkeit und Kernhausbräune. Dem stehen zwei Einschränkungen gegenüber: Gegen Feuerbrand ist die Sorte mittel bis stark anfällig, und auf feuchten bzw. schweren Böden kann Obstbaumkrebs auftreten (Marssonina wird als mittel- bis stark anfällig gemeldet). Am besten gedeiht der Baum an warmen Standorten im Weinbauklima auf nährstoffreichen, durchlässigen Böden; auf kühlen Lagen und mageren Böden lässt die Fruchtqualität deutlich nach, in Höhenlagen wird der Geschmack fad und die Färbung schlecht. Nasse Standorte sind ungeeignet, während trockene, wechseltrockene und wechselfeuchte Böden nach mehreren Angaben durchaus toleriert werden. Das Holz ist frosthart, die Blüte erscheint spät, und die reifen Früchte sind windfest. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein; die Quellen urteilen unterschiedlich – teils wird er als ziemlich regelmäßig und hoch beschrieben, teils als insgesamt unterdurchschnittlich mit Wechselneigung. Ausdünnen nach dem Junifall verbessert die Fruchtqualität und beugt Alternanz vor; wegen des starken Wuchses und der ausgeprägten Wechselneigung wird die Sorte eher für die Obstwiese als für den Hausgarten empfohlen. Als triploide Sorte ist der Brettacher ein schlechter Pollenspender und nicht als Befruchter für andere Apfelsorten geeignet. Er ist eine typische Streuobstsorte, für die Wiese bestens geeignet, und wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte geführt.\n\nGeschmacklich dominiert eine erfrischende Säure; das zunächst säuerliche, später süßsäuerliche Fruchtfleisch ist leicht herb gewürzt und nur schwach aromatisch. Der Geschmack hängt stark von der Lage ab: An warmen Standorten sind die Früchte saftig und tafeltauglich, Schattenfrüchte schmecken fade. Hauptverwendung sind Küche, Saft und Most – die Saftausbeute wird mit um 77 Prozent bzw. als sehr hoch angegeben –, daneben ist die Sorte zum Backen und Dörren gut geeignet und wird nach einer Baumschulangabe auch zum Brennen genutzt. Geerntet wird Mitte bis Ende Oktober (teils schon ab Anfang Oktober), druckfrei und ohne Schalenverletzungen, weil die druckempfindlichen Früchte sonst zu Lagerfäule neigen. Die Genussreife beginnt etwa von Weihnachten bzw. Mitte Dezember an und reicht bis April, teils Mai. Die dicke Wachsschicht der Schale macht den Brettacher zu einem wertvollen Lagerapfel: Sechs Monate Lagerung sind belegt, im kühlen Raum bzw. Kühllager werden März bis Ende Frühjahr genannt; nach sehr langer Lagerung schrumpeln die Früchte, ohne zu faulen.\n\nDie Früchte sind groß bis sehr groß (um 230 g), flachkugelig und in der Form variabel – von gleichmäßig gerundet bis höckerig, kantig und wulstig. Die Kelchgrube ist tief und mittelweit, teils zusammengedrückt, mit offenem Kelch; der kurze, dicke Stiel sitzt in enger, feinschuppig mittelbraun berosteter Stielgrube. Die glatte, feste, am Lager etwas fettige Schale ist grüngelb bis hellgelb und sonnenseits verwaschen rötlich bis dunkelrot gefärbt, von kurzen Tuschestrichen über feine Streifung bis fast flächigem Rot und dabei meist bis zu drei Viertel der Fläche deckend; die Abgrenzung zur Grundfarbe ist verwaschen. Das weiße bis grünlichgelbe Fleisch ist fest und sehr saftig. In Frucht und Wuchs ähnelt die Sorte dem Ontario, ist aber deutlich wüchsiger und robuster. Entstanden ist der Brettacher als Zufallssämling 1908 (anderenorts um 1910 angegeben) beim Landwirt Kuttruff in Brettach bei Heilbronn in Baden-Württemberg und ist nach dem Ort benannt; er ziert das Wappen der Gemeinde Langenbrettach. Seit den 1950er Jahren war er vor allem in Süddeutschland und im Elsass verbreitet und steht dort noch regelmäßig auf Streuobstwiesen; das Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt stuft ihn als gefährdet ein. Als Literatur nennt das Netzwerk u. a. Seitzer (1956), Koloc (1969), Silbereisen/Götz/Hartmann (1989) und Szalatnay/Kellerhals (2011). Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt sowie auf H.-J. Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein), dem FRUCTUS-Sortenblatt und den Steckbriefen von Streuobst in Bayern, der Sortenliste Bitz und 1000 Obstbäume für die Frankenalb.",
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        "title": "Brettacher – FRUCTUS Sortenporträt",
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        "title": "Apfelbaum Brettacher – Biobaumversand (Baumschule Pflanzlust)",
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        "title": "Brettacher Sämling – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo), historische Abbildungen",
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  "herotext": "Der Brettacher ist ein Apfel, der Mitte bis Ende Oktober vom Baum kommt und erst nach längerer Lagerung genussreif wird: von Anfang Dezember bis Ende Mai lässt er sich verwerten, womit er zu den ausgesprochen lange haltbaren Sorten zählt. Der Baum gilt als gesund, ist jedoch etwas empfindlich gegenüber Feuerbrand. Auf kalten und nassen Böden zeigt er zudem eine gewisse Anfälligkeit für Obstbaumkrebs.",
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