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Gelber Münsterländer

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Oldenburger Münsterland
Seit
1941
Wüchsigkeit
mittel
Wuchsform
mittelgroße bis große, mitteldicht verzweigt
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Mitte September – Mitte Oktober (09C-10C)
Genussreife
Mitte Oktober – Ende Dezember (10C-12E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Gelber Borsdorfer

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Gelbe Münsterländer Borsdorfer ist eine typische Streuobstsorte für die Obstwiese. Er bildet mittelgroße bis große, mitteldicht verzweigte Kronen mit sehr gesunder Belaubung. In der Jugend starten die Bäume relativ langsam, mit schräg bis etwas flach winkelnden Leitästen. Sie kommen relativ früh in den Ertrag und tragen dann reich und regelmäßig. Die Sorte gilt als robuste Wirtschaftssorte für den extensiven Streuobstanbau und weist eine hohe Resistenz gegenüber Schorf auf.

Die Früchte schmecken süßsäuerlich mit einer eigentümlich mandelartigen Würze. Sie eignen sich als Tafelapfel ebenso wie für die häusliche Verarbeitung zu Kuchen, Mus oder Kompott. Die optimale physiologische Reife wird etwa Mitte Oktober erreicht; je nach Standort und Witterung kann die Ernte schon ab Mitte September oder Anfang Oktober beginnen. Die Früchte sind allerdings stark windfällig, sodass rechtzeitiges Pflücken wichtig ist. In einem guten Naturlager halten sie sich bis etwa Dezember.

Die Frucht ist mittelgroß, kugelig (seltener flachrund), mittelbauchig, stiel- und kelchseitig abgeflacht und im Querschnitt rund wie gedrechselt. Die Schale ist glatt, mattglänzend und mitteldick. Die Grundfarbe ist gelblich grün, reif gelb bis strohgelb; sonnenseitig kann eine orange-bräunliche Deckfarbe auftreten. Das Fruchtfleisch ist gelblich weiß, fest, mittelfeinzellig, baumreif saftig und nach Anschnitt nur gering verbräunend. Der Stiel ist sehr kurz oder kurz, oft dick und knopfartig. Der Gelbe Münsterländer Borsdorfer ist eine Regionalsorte des Oldenburger Münsterlandes und war dort in der norddeutschen Tiefebene nördlich des Wiehengebirges einst sehr verbreitet. Über den Ursprung ist nichts bekannt, doch wird ein hohes Alter vermutet. Mit dem Edelborsdorfer ist er molekulargenetischen Analysen zufolge nicht verwandt. In der alten Sortenliteratur des 19. Jahrhunderts ist er nicht erwähnt; 1941 wird er als Gebietssorte für Oldenburg genannt.

Nach H.-J. Bannier, obstsortenerhalt.de.

Quellen: Gelber Münsterländer Borsdorfer · Gelber Münsterländer · Gelber Münsterländer Borsdorfer, Apfel Halbstamm · Herbstapfel 'Gelber Münsterländer Borsdorfer' · Gelber Münsterländer Borsdorfer

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Ist der Identisch mit Gelber Münsterländer Borsdorfer? Siehe such Roter Münsterländer.

Guter Befruchter.

In der Literatur

Der Baum wächst etwas langsamer als vergleichbare Sorten. Ein insgesamt mittelstark wachsender Apfelbaum. Besonders mach die Sorte Gelber Münsterländer ihre späte Blüte. Durch diese entkommt sie den meisten Frösten. Hervorzuheben ist das gesunde Holz des Baums. Dieses zeigt sich überdurchschnittlich robust gegen Obstbaumkrebs und Schorf.

Standort

Weder an den Boden, noch an das Kliman stellt der Apfel Gelber Münsterländer besondere Ansprüche.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
605Streuobstplantage RommelshardEE022025