Apfel · Malus domestica
Der Danziger Kantapfel ist ein Apfel, dessen Herkunft vermutlich in Holland liegt und der seit etwa 1760 bekannt ist. Geerntet wird er von Anfang bis Ende September, genussreif ist die Frucht nach kurzer Lagerung von Anfang September bis Mitte Oktober. Er gilt als recht frostfest und robust. Daneben fand die Sorte auch als Unterlage Verwendung.
Tafelobst Wirtschaftsobst
#unterlage
Synonyme: Bentleber Rosenapfel, Bentllebener Rosen-Apfel, Braunroter Himbeerapfel, Calvillartiger Winter-Rosen-Apfel, Danziger Kant, Florentiner, Florentinerapfel, Großer Roter Herbstfaros, Kantapfel, Lorenz-Apfel, Roter Liebesapfel, Rother Liebes-Apfel, Schwäbischer Rosen-Apfel
Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek
Der Danziger Kantapfel wächst kräftig und bildet eine breite, hochgewölbte Krone mit mächtigem Durchmesser. Die Leitäste stehen zunächst steil, gehen später in die Waagerechte; die Verzweigungen sind sparrig, die Krone bleibt licht. Das Fruchtholz ist kurz und zahlreich vorhanden. Ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt ist erforderlich, der Schnitt sollte kurz gehalten werden. Auf schweren Böden ist der Baum krebsanfällig, gilt ansonsten aber als robust; gegen Schorf besteht eine gewisse Widerstandsfähigkeit. Die Sorte stellt an Boden und Lage keine hohen Ansprüche und bewährt sich auch in rauen Gebirgslagen – auf zu trockenen Böden bleiben die Früchte allerdings klein. Die späte Blüte ist von langer Dauer und unempfindlich gegen nasskalte Witterung; der Baum ist ein guter Pollenbildner. Der Ertrag setzt früh ein, ist mittelhoch und nach heutiger Beobachtung regelmäßig (ältere Quellen berichten teils von Alternanz). Wegen der breit ausladenden Krone eignet sich die Sorte nicht als Straßenbaum; empfohlen wird die Erziehung als Hoch- oder Halbstamm, sie wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen.
Die Frucht schmeckt süß-säuerlich, rosenapfelartig gewürzt, mit einem reinen Apfelgeschmack ohne störende Beinote. Das Fleisch ist markig bis mürbe, saftig und erfrischend. Sie eignet sich als Tafel- und Wirtschaftsapfel. Geerntet wird ab Anfang bis Mitte September; die Haltbarkeit wird in modernen Quellen mit etwa vier Wochen angegeben, historisch teils bis Dezember oder Januar. Die Früchte sind versandempfindlich und neigen zu Druckflecken.
Die mittelgroße Frucht ist rundlich bis flachrund, stark gerippt und weist als charakteristisches Merkmal eine scharfe Naht über eine Fruchthälfte auf. Die feine, glatte Schale wird bei Lagerung fettig; die Grundfarbe ist grünlichgelb, sonnenseits fast vollständig dunkel karmoisinrot verwaschen oder gestreift. Das weißlichgelbe Fleisch ist unter der Schale oft gerötet, der Kelch meist geschlossen. Die Sorte zählt zur Gruppe der Rosenäpfel bzw. Kalvillen und war bereits im 18. Jahrhundert in Holland, Deutschland und Frankreich weit verbreitet – beschrieben unter anderem von Hermann Knoop (1758), A. F. A. Diel (unter zahlreichen Synonymen) und Engelbrecht (1889). Nach H.-J. Bannier, Engelbrecht sowie „Unsere besten Deutschen Obstsorten“ und „Nach der Arbeit“.
Quellen: Danziger Kantapfel – Bergischer Streuobstwiesenverein · Danziger Kantapfel – Wikipedia · Danziger Kantapfel – Unsere besten Deutschen Obstsorten (ca. 1930) · Danziger Kantapfel – Engelbrecht: Deutschlands Apfelsorten (1889) · Danziger Kantapfel – Nach der Arbeit (1935–1956) · Danziger Kantapfel – KV Gartenbauvereine Bamberg · Danziger Kantapfel – Streuobst in Bayern · Danziger Kantapfel – Streuobstwiesen Bündnis Niedersachsen · Danziger Kantapfel – NABU Streuobst · Edelreiserangebot 2025 – FRUCTUS
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Recht frostfest. Robust.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| HJovceK | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Koordinaten |
|---|---|---|
| 12848530626 | Danziger Kantapfel | %!f(*float64=0xc000552ce0), %!f(*float64=0xc000552ce8) |
| 13158682834 | Danziger Kantapfel | %!f(*float64=0xc000552d80), %!f(*float64=0xc000552d88) |
| 13267388569 | Danziger Kantapfel | %!f(*float64=0xc000552dd0), %!f(*float64=0xc000552dd8) |
| 3313235114 | Danziger Kantapfel | %!f(*float64=0xc000552e20), %!f(*float64=0xc000552e28) |
| 7834440301 | Danziger Kantapfel | %!f(*float64=0xc000552e60), %!f(*float64=0xc000552e68) |
| 8518855649 | Danziger Kantapfel | %!f(*float64=0xc000552eb0), %!f(*float64=0xc000552eb8) |
Gefunden über das Wikidata-Objekt und die Wikipedia-Artikel. Die Bilder liegen bei Wikimedia Commons; Rechte und Bedingungen stehen auf der jeweiligen Dateiseite.