Apfel · Malus domestica
Wirtschaftsobst
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Der Flachkegelige Süßapfel gehört zu den Süßäpfeln des Rheinlands, die sich durch einen geringen Säureanteil auszeichnen; sein Fleisch schmeckt süßlich mild, ohne Säure. Entlang von Rhein und Sieg bestand im 19. und im frühen 20. Jahrhundert eine ausgeprägte Tradition des Apfelkrautkochens, für das man vor allem diese Süßäpfel benötigte: Es gab mehrere Krautfabriken, daneben war das häusliche Krautkochen weit verbreitet. Die Süßäpfel wurden im Krautkessel zuunterst eingefüllt, weil das Kraut auf diese Weise nicht so leicht anbrennen konnte.
Die Frucht ist breit kegelförmig und zum Kelch hin verjüngt. Die glatte Schale wird nach der Lagerung stark wachsig; die Grundfarbe ist trüb grün und hellt spät auf. Die Deckfarbe zeigt sich als trübes Dunkel- bis Bräunlichrot, verwaschen streifig, teils auch flächig, auf etwa einem bis zwei Dritteln der Frucht. Die Stielgrube ist mittelweit und mitteltief, der Stiel kurz bis mittellang; die Kelchgrube ist eng bis mittelweit, flach bis mitteltief und etwas knautschig-faltig. Das Fleisch ist grünlichweiß und locker. Als Verwechsler werden der Doppelte Härtling, der Hauxapfel und Wöbers Rambur genannt.
Über die Herkunft der Sorte ist kaum etwas bekannt; sie wird unter einem Arbeitstitel geführt. Im 20. Jahrhundert wurde sie kaum noch gepflanzt, doch finden sich in den Streuobstbeständen am Fuß des Siebengebirges, teilweise auch darüber hinaus, weiterhin Altbäume der verschiedenen Süßapfelsorten. Beschrieben wurde sie im Projekt „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland“ des LVR-Netzwerks Umwelt mit den Biologischen Stationen im Rheinland, das mit dem Pomologen Hans-Joachim Bannier erstellt wurde (Handbuch 2012, Flyer „Die Süßäpfel am Fuß des Siebengebirges“ 2013). Das Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt erhält die Sorte mit zwei Akzessionen (A-7222 und A-7224, Erhalter Jens Dreyßig) und gibt Edelreisen ab. Die Beschreibung beruht auf dem LVR-Flyer und der Akzessionsseite des Erhalternetzwerks.
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.